Dr. Eveline von Arx klärt Jugendliche auf Petting – Liebesspiel ohne miteinander zu schlafen

  • Publiziert: 10.10.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Petting (engl. «to pet» = streicheln, liebkosen) ist besonders bei Jugendlichen eine beliebte Möglichkeit, um sich körperlich langsam näher zu kommen und gemeinsam herauszufinden, was Spass macht. Die wichtigsten Informationen zu dieser zärtlichen Variante des Liebesspiels bekommst du hier. Jede/r mag es anders

Das Wichtigste zuerst: Eine Anleitung zum Petting gibts nicht! Deshalb findet jedes Paar am besten für sich heraus, welche Berührungen als angenehm empfunden werden. Dabei könnt ihr euch auch mitteilen, was ihr mögt und euch wünscht. Manche wissen bereits von der Selbstbefriedigung, was für sie lustvoll ist.

Erregbare Körperstellen
Sie werden auch «erogene Zonen» genannt. Damit sind besonders berührungsempfindliche Stellen gemeint. Da unsere ganze Hautoberfläche sensibel reagiert, kann z.B. sanftes Kraulen und Streicheln am Rücken oder am Bauch, an den Innenseiten der Oberschenkel, am Po etc. als sehr angenehm empfunden werden. Auch zärtliche Körperküsse sind für viele lustvoll. Besonders erregbar sind bei den meisten auch der Busen bzw. die Brustwarzen und die Geschlechtsteile.

Ihr müsst nicht gleich aufs Ganze gehen
Wenn ihr euch zärtlich am ganzen Körper streichelt und küsst, findet ihr auch gemeinsam heraus, wie weit ihr gehen wollt. Ihr müsst nichts überstürzen und falls ihr euch z.B. (noch) nicht an der Scheide und am Penis berühren möchtet, ist das okay. Manche mögen sich auch erstmal nur über den Slip streicheln. Niemand sollte also zu etwas gedrängt werden.

Keine Orgasmuspflicht
Egal, wie und wo ihr euch beim Petting stimulieren wollt, fixiert euch dabei nicht unbedingt auf den sexuellen Höhepunkt. Sonst entgeht euch womöglich viel Schönes. Besser also, ihr geniesst vor allem eure zärtlichen Berührungen – ganz ohne Druck und Orgasmusstress.

Auch die Stimmung muss passen
Sorgt dafür, dass ihr beim Petting ungestört seid. Vielleicht habt ihr Lust, es euch besonders gemütlich zu machen (z.B. mit Kerzen oder gedämpftem Licht). Mit einem Körperöl könnt ihr euch massieren und verwöhnen. Bist du oder ist dein Partner allerdings nicht in Stimmung für Zärtlichkeiten, dann soll auch nichts erzwungen werden.

Unsicherheit gehört dazu
Hast du noch keine oder wenig Pettingerfahrung, ist es normal, dass du dich unsicher fühlst und vielleicht sogar befürchtest, etwas falsch zu machen. Deinem Partner gehts ziemlich sicher ähnlich. Deshalb kann es entlastend sein, wenn ihr versucht, miteinander über eure Gefühle zu sprechen.

Verhütung nicht vergessen
Beim Petting kann Sperma an oder in die Scheide gelangen und eine Schwangerschaft entstehen. Denkt also an die Verhütung – am besten gemeinsam!




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