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Das erste Mal öffentlich vorgestöhnt bekamen wir einen Orgasmus von Jane Birkin und Serge Gainsbourg mit dem Song «Je t’aime moi non plus» 1969. Ein Skandal! Vom Papst verurteilt und von der Jugend geliebt.
20 Jahre später amüsierte sich das Kinopublikum über Meg Ryan, als sie Billy Crystal einen Orgasmus vorspielte («When Harry met Sally», 1989).
Dass Frauen ab und zu etwas vorspielen, hat durchaus Gründe. Denn Männer erreichen den Orgasmus viel schneller als Frauen. Nach 10 Minuten sind sie so weit, Frauen brauchen doppelt so viel Zeit.
Dafür haben Frauen mehr davon. Bis zu 107 Sekunden kann er dauern. Bei Männern ist das Vergnügen im Durchschnitt nach 12,6 Sekunden vorbei.
Der Orgasmus ist aber nicht nur eine Lustfrage, sondern hat einen biologischen Nutzen. Das Gehirn produziert während des Orgasmus Stoffe wie Dopamin. Sie belohnen uns mit schönen Gefühlen. Die Nähe und Intensität zum Partner wird erhöht, die Bindung gefestigt.
Auch für die Fortpflanzung ist der Höhepunkt wichtig. Durch die Kontraktionen der inneren Muskulatur von Vagina und Uterus werden die Spermien auf ihrem Weg zum Ei unterstützt. Wie auf einem Förderband.
Auf der körperlichen Ebene dient der Orgasmus zur Entspannung der Nerven und Muskulatur.
Stress wegorgasmen
Die Stressforschung konnte beweisen, dass nach dem Orgasmus das natürliche Anspannungs- und Angstniveau bedeutend reduziert ist. Entspannung pur. Bei der man auch noch jung bleibt. Eine deutsche Studie belegt, dass einmal wöchentlich ein Orgasmus altersbedingten Störungen vorbeugt.
Der Höhepunkt ist also nicht nur angenehm, sondern auch gesund und nützlich. Übrigens: Wer Schwierigkeiten damit hat – je nach Studien 10 bis 30 Prozent der Frauen – kann es lernen.
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Macht Spass, tut gut: Der Orgasmus. (Keystone)