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Autorin E.L.James mit dem englischen Original ihres Buchs.
(Denis Poroy/Invision/AP)Die ganze Welt spricht über «50 Shades of Grey».
Die Geschichte der 21-jährigen Literaturstudentin Anastasia Steele und des sechs Jahre älteren Industriemagnaten Christian Grey ging als Buch-Trilogie weltweit schon über 30 Millionen Mal über den Ladentisch. Kein anderes literarisches Werk der jüngeren Geschichte hat sich so schnell so gut verkauft. Die britische Autorin E.L. James beschreibt darin sehr explizite Sadomaso-Sexszenen.
Seit zwei Wochen in den Läden, bringt die deutsche Übersetzung «Shades of Grey – Geheimes Verlangen» auch die Schweizer Buchhändler in Wallung. «Das Buch geht ab wie eine Rakete», schwärmt András Németh, Marketingleiter der Orell-Füssli-Buchhandlungen. Schon über 2000 Exemplare hat die Buchhandelskette bisher abgesetzt. «Dass sich ein Titel aus dem Nichts so gut verkauft, gabs noch nie.»
Der Anteil der Online- und E-Book-Bestellungen ist laut Németh besonders hoch, da viele Leserinnen nicht mit Pornoliteratur in Verbindung gebracht werden wollen.
Ex Libris, der grösste Buchhändler im Land, wurde vom Erfolg völlig überrascht. «Shades» ist in sämtlichen 113 Filialen vergriffen. «Wir haben nachbestellt, wissen aber noch nicht, wann wir beliefert werden», sagt eine Sprecherin.
Der Münchner Goldmann Verlag druckt bereits die zweite Auflage. Die ersten 500'000 Stück waren innert einer Woche verkauft. In den deutschsprachigen Bestsellerlisten für Taschenbücher ist «Shades of Grey ab dieser Woche auf Platz 1. Die zwei Nachfolgebände «Gefährliche Liebe» und «Befreite Lust» erscheinen Ende August und Ende Oktober.
Die Literaturkritiker lehnen die «Grey»-Trilogie einhellig ab und bezeichnen sie spöttisch als «Mama-Porno». Die NZZ spricht gar von «Unterschichten-Literatur» und findet, es sei «erbärmlich schlecht geschrieben».
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