Danias Sexkiste Machs wie ein Pinguin, Mann!

  • Publiziert: 24.07.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Dania Schiftan

Die Stimme gibt oft den Ausschlag, ob eine Frau mit einem Mann ins Bett will. Die Pinguine machens vor.

Wer den Film «Happy Feet» gesehen hat, kennt schon, wie Pinguine umeinander werben. Die Männchen stellen sich vor die gesamte Gruppe hin und singen vor.

Wenn sie ein passendes Weibchen erspäht haben, watscheln sie zu ihr und blähen sich auf. Ist sie ihm gewogen, beginnen die beiden ein Duett. Sie schnattert mehr als, dass sie singt.

Ist der Song vorbei, lehnen sie noch eine Zeit aneinander, geniessen die Zärtlichkeiten und entscheiden, ob die Partnersuche fortgesetzt wird oder ob ein gemeinsames Ei gezeugt wird.

Die Stimme des Partners bleibt wichtig, denn selbst ist die Frau. Sobald das Ei gelegt ist, wird’s dem Mann übergeben und sie geht auf Nahrungssuche. Wenn sie zurück kehrt, erkennt sie unter den tausenden von Rufen ihren Mann und das nun geschlüpfte Küken.

Die Menschen tuns den Pinguinen gleich. Auch menschliche Weibchen fahren voll auf diese Art des Werbens ab.

Früher waren es die Minnesänger, welche die Herzen der Frauen erwärmten. Romeo sang um die Gunst seiner geliebten Julia. Heute sind es Boybands, die Mädchen zum Kreischen bringen.

Wer stimmlich nicht ganz so stark ist, solls mal mit Karaoke versuchen oder wie Mumble in «Happy Feet» mit Tanzen.

Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualtherapeutin. In ihrer neuen Blick.ch-Kolumne «Danias Sexkiste» berichtet sie über Phänome und Wissen aus der grossen weiten Welt des Sex.