«Fifty Shades of Grey» färbt ab Jetzt werden auch Literatur-Klassiker auf Porno gepimpt!

  • Publiziert: 17.07.2012
play E.L. James bringt mit «Fifty Shades of Grey» eine Erotikwelle ins Rollen. (Denis Poroy/Invision/AP)

LONDON - Alter Wein in neuen – und nicht ganz jugendfreien – Schläuchen: Nach dem durchschlagenden Erfolg des Sadomaso-Romans «Fifty Shades of Grey» sollen jetzt Literaturklassiker mit erotischen Szenen verschärft werden.

Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie es wäre, wenn Schneewittchen den Apfel der bösen Hexe nicht isst, sondern dieser stattdessen eins mit der Bratpfanne überzieht?

Die Geschichte leicht verändern, das möchte auch der britische Erotikbuch-Verlag «Total E-Bound». Nach dem Grosserfolg des Sadomaso-Romans «Fifty Shades of Grey» planen die Veranwortlichen, Literturklassiker neu herauszubringen, und zwar mit eingearbeiteten Erotikszenen.

Die britische Zeitung «Sun» hat bereits einen Vorgeschmack erhalten. So ist in der überarbeiteten Version von Jane Austens «Stolz und Vorurteil» der sonst sehr korrekte Mr. Darcy plötzlich von Lust ergriffen und schmachtet Elizabeth Bennett folgendermassen an: «Du hast keine Ahnung, wie sehr ich davon geträumt habe, deine Lippen an meinen zu spüren. Die Erinnerung an deinen Kuss hat mich nachts oft und bis in die Morgenstunden wachgehalten. Seither wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass deine Hitze mich verschlingt.  Ich verzehre mich danach, dass dein weicher, schöner Körper sich in Ekstase unter meinem windet.»

Auch in der Neuauflage von Jules Vernes Meisterwerk «20‘000 Meilen unter dem Meer» geht die Post ab. Da schwärmt Professot Pierre Aronnax plötzlich sehr für den Harpunier Ned Land. «Sein Aussehen stach ins Auge. Oftmals konnte ich seinen Blick auf mir spüren. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich unter diesem Blick nicht ein bisschen grösser wurde. Wenn er sprach, kam er oftmals näher, erlaubte es seinem Schenkel, den meinen zu streifen, wenn wir Seite an Seite sassen. Mehr als einmal neckte er mein Handgelenk mit seinen starken, schwieligen Fingern, und er schien zu wissen, welche geheime Wonne das in mir auslöste.».      

Selbst vor Sherlock Holmes machen die Erotikbuch-Autoren nicht Halt. In der neuen Version von Sir Arthur Conan Doyles Roman «Eine Studie in Scharlachrot» outet sich der Meisterdetektiv ebenfalls als schwul.

«Die einen werden es lieben, die anderen werden es hassen. Wir hoffen, dass wir Letztere  umstimmen und in Erstaunen versetzen können», so eine Sprecherin. (gsc)

Alle Kommentare (2)

  • Marc  Scarl , Zürich
    Die Leute sollten lieber schauen, dass es bei Ihnen wieder im Bett läuft : Patricia und ich haben über Mylovebox.ch unser Liebesleben wieder aufgefrischt.
    • 18.07.2012
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  • Theo  Froideveaux
    Und jetzt wird wohl ein Hauch von Sado-Maso durch unsere Schlafzimmer wehen. die biederen Landfrauen und die Beamten werden es nach den Vorbildern im Buch treiben. Schon enorm, wie Medien eine harmlose Trivialgeschichte zu einem Megaseller aufbauschen können.
    • 17.07.2012
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