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Das Klischee: Viele Frauen glauben, ihre Scheide sei relativ unempfindlich – also keine sonderlich feinsinnige erogene Zone. Weshalb beim Geschlechtsverkehr zwei Drittel aller Frauen auch erst gar nicht zum Orgasmus kommen.
Das sagt dazu BLICK-Expertin Dania Schiftan:
Was für ein Irrtum! Das innere Geschlecht – also die Scheide oder Vagina -ist eine ausgesprochen erogene Zone. Vor allem das äusserste Drittel gilt als berührungs- und reibungsempfindlich – und längst nicht nur am G-Punkt, dem Stückchen Schwellgewebe an der Scheidenvorderwand. Auch weiter innen reagiert die Scheide lustvoll: dort auf Druck auf die Seitenwände.
Viele Frauen erleben entsprechende Stimulationen aber lange als wenig erregend – vor allem bevor sie die Scheide selber erforschen und diese als «weissen Fleck» auf ihrer sinnlichen Körperlandkarte sehen. Simple Reinraus-Bewegungen des Penis verpuffen sodann ins Leere.
Falls es Ihnen genauso ergeht, ist Eigeninitiative gefragt: Nehmen Sie sich regelmässig (am besten täglich) Zeit, um die Scheide zu erforschen. Zu Beginn spüren Sie vielleicht wenig und Berührungen erregen Sie kaum. Durch die stete Wiederholung werden die Nervenverbindungen zwischen Geschlecht und Gehirn jedoch stärker – die Sensibilität wächst.
Wichtig ist auch der Einsatz der Beckenbodenmuskeln: Durch abwechselndes An- und Entspannen der Muskulatur pumpen Sie Blut in die Vulva; so wird sie feuchter, erregter. Ausserdem können Sie den Reizkörper – ob Finger, Spielzeug oder Penis – aktiv aufnehmen und damit spielen. Bewegte Muskeln spüren mehr. Und sie holen sich damit das, was ihnen passiv entgeht: Lust auf Berührung.