Die grossen Sex-Irrtümer Im Alter hilft nur noch Viagra

  • Publiziert: 25.03.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

BLICK sagt, worauf die populärsten Missverständnisse im Bett basieren – und was davon zu halten ist.

Das Klischee: Mit 20 kann Mann immer, mit 60 muss Viagra helfen und mit 70 ist der Ofen aus. Kurzum: Je älter der Mann, umso kleiner wird seine Erektionsfähigkeit.

Das sagt dazu BLICK-Expertin Dania Schiftan: Es geht durchaus ohne Viagra. Sofern keine Krankheiten oder Medikamente die Erektion stören, kann Mann bis ins hohe Alter ... Wie eine Studie der Uni Zürich zeigt, haben denn auch mehr als 50 Prozent der Männer nach ihrem 70. Geburtstag regelmässig Sex.

Was am Klischee stimmt: Junge Männer können im Bett wie Stürmer lospreschen, ältere hingegen agieren eher wie Mittelfeldspieler: etwas langsamer. Der Körper ist halt nicht mehr so spritzig – der Penis schwillt folglich weniger schnell an und schon gar nicht mehr auf Knopfdruck.

Um das gute Stück in der zweiten Lebensphase aufzurichten, braucht es mehr und vor allem vielfältigere Stimulation. Daran sollten Männer früh denken: Setzen sie zeitlebens nur auf eine einzelne Sextechnik – etwa heftiges Rubbeln –, reicht das irgendwann für eine ordentliche Erektion nicht mehr aus. Deshalb lohnt es, sich eine breite Lustpalette anzueignen. Langsam, schnell, hart, sanft: Das macht den Sex nicht nur besser, Mann kann ihn so auch länger geniessen.

Stellen Männer fest, dass ihre Erektionsfähigkeit schwindet, versuchen sie oft dagegen anzugehen, auch mit Viagra. Oft genug bleiben aber die Sorgen um das Stehvermögen bestehen. Das kann die Sache verschlimmern: Denn Angst turnt ab, führt zu Verkrampfungen und Verspannungen. Dadurch fliesst noch weniger Blut in den Penis, mit bekannten Folgen. Angst vor dem Versagen verschlimmert also Erektionsschwächen. Besser, der Mann lernt Schwankungen zu akzeptieren – und integriert diese in seine Sexualität.

Die Expertin

Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualberaterin. Die Serie ist mit freundlicher Unterstützung der Online-Beratungsstelle www.lilli.ch entstanden.