Fux über den Tod von Öl-Erbe Getty Wie gefährlich sind Analsex-Spiele?

Andrew Getty, Enkel des Milliardärs J. Paul Getty, ist mutmasslich bei Analsex-Spielen gestorben. Ist Analsex gefährlich? BLICK-Sexberaterin Caroline Fux erklärt, auf was man achten muss.

Ist tot: Öl-Erbe Andrew Getty. play
Starb mutmasslich bei Analsex-Spielen: Andrew Getty. Facebook
Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?

Erotik

teilen
teilen
23 shares
7 Kommentare
Fehler
Melden

Analsex ist nicht pauschal gefährlich, aber er bietet gewisse Risiken. Wer sich an einige Vorsichtsmassnahmen hält, kann Analspiele unbeschwert geniessen. Hier die grössten Risiken und wie man sie im Griff behält:

Risiko 1: Infektionen

In der Rektalregion tummeln sich wegen des Kots viele Bakterien. Das ist auch dann der Fall, wenn alles sauber aussieht. Die Keime können in der Harnröhre des Mannes Infektionen auslösen, bei der Frau sind Blasen- oder Scheidenentzündngen möglich, wenn ein Körperteil oder Objekt, das anal eingeführt wird, danach woanders eingeführt wird. Überhaupt besteht das Risiko von Schmierinfektionen, wenn Darmbakterien durch Berührungen verschleppt werden.

So schützt man sich: Alles, was anal eingeführt wurde, soll im Anschluss gründlich gewaschen werden. Männer können sich vor Harnwegsinfektionen durch Kondome schützen.

Risiko 2: Hautverletzungen

Die zarte Haut in der Analregion ist äusserst empfindlich und es kommt leicht zu Hautverletzungen.

So schützt man sich: Keine scharfen oder spitzen Objekte einführen, darauf achten, dass Fingernägel nicht zu lang sind und keine Kanten haben. Gleitgel verwenden, damit nicht an der Haut gezerrt wird und sich viel Zeit lassen.

Risiko 3: Verschwinden von Toys

Durch den anatomischen Aufbau der Analregion entsteht eine Art Saugeffekt nach innen. Eingeführte Objekte werden quasi angesogen. Weil der Enddarm, anders als die Vagina, keine Ende hat, können Objekte unerreichbar eingesogen werden. Dann bleibt nur noch der Gang zum Arzt.

So schützt man sich: Als Sexspielzeug speziell dafür designte Analtoys verwenden. Sie haben einen Rückhaltefuss, der verhindert, das ein Toy verschwinden kann. Toys ohne Rückhaltefuss muss man jederzeit sicher im Griff halten können, auch wenns dunkel ist und heiss her geht.

Risiko 4: Überstimulation des Enddarms

Die Analregion ist sensibel, ihre eigentliche Funktion, nämlich das problemlose und vor allem kontrollierte Entsorgen von Kot, ist komplex und relativ störanfällig. Überreizungen durch zu lange und zu intensive Stimulation können zu Inkontinenz führen.

So schützt man sich: Auch hier gilt: Sich Zeit lassen und vorsichtig sein. Besonders wichtig: Toys nach dem Sex entfernen, niemals über Nacht drin lassen.

Risiko 5: Verletzung des Schliessmuskels

Der Schliessmuskel ist äusserst dehnbar, aber nicht «unverwundbar». Wird er wiederholt verletzt, kann das mit der Zeit seine Effektivität verringern und anhaltende Kontinenzprobleme auslösen. Pornos sind hier einmal mehr ein unrealistisches und schlechtes Vorbild: Sie zeigen oft schnellen, ruppigen und extremen Analsex ohne Vorspiel. Dadurch drohen, wenn nicht Verletzungen, garantiert Schmerzen.

So schützt man sich: Die Analregion zuerst durch Streicheln und Massieren lockern, erst einen Finger einführen, bevor man auf etwas Grösseres umsteigt. Nicht mit Gleitgel knausern! Darauf achten, ob die Spannung auch wirklich nachlässt, bevor man weitermacht. Dran denken: Guter Analsex ist intensiv, nicht schmerzhaft.

Risiko 6: Durchstossen der Darmwand

Nicht nur die äussere Analregion ist empfindlich, auch die Wand des Enddarms kann verletzt werden. Problematisch sind hier vor allem längere Toys: Der Darm macht nach 15 bis 20 Zentimetern eine starke Biegung. Längere Objekte drohen bei dieser Biegung die Darmwand zu durchstossen, was lebensgefährlich sein kann.

So schützt man sich: Das Einführen von längeren Objekte und tiefes Stossen verlangt noch mehr Vorsicht, als bei Analsex sonst schon geboten ist.

Publiziert am 01.04.2015 | Aktualisiert am 01.04.2015
teilen
teilen
23 shares
7 Kommentare
Fehler
Melden
BLICK-Sexberaterin Caroline Fux. play

BLICK-Sexberaterin Caroline Fux.

7 Kommentare
  • michel  koeb 02.04.2015
    Roche bedankt sich für die BEROCCA Werbung ! Es gibt ganz viele andere Alurollen...warum BEROCCA ????????
  • A.  Meier 01.04.2015
    ...und da gibts tatsächlich Leute, die es noch antörnt, im Kot zu wühlen!!!!!!!!!!!
    • Thomas   Wassmer 02.04.2015
      Aha, einfach ein bisschen fluchen aber keine Ahnung von Analsex haben. Immer wieder sehr aufschlussreich, gewisse Kommentare. Die sagen meistens sehr viel über den Kommentator aus.
  • Chantal  Braun , via Facebook 01.04.2015
    Ich staune ab diesen zwei geistig hochstehenden Kommentaren, wobei halt gelogen bei G.K. ist es normal.
  • Gerry  Kuster 01.04.2015
    Unfälle im Haushalt passieren bedeutend öfter. Also macht mehr Anal Sex und weniger Hausarbeit.
    • Ulrich  Kuenzi 02.04.2015
      Wollten Sie nicht eher sagen, dass dies die Schuld der SVP ist?
  • andi  Matata 01.04.2015
    Kommt auf das Kalieber an!