Danias Sexkiste Futter gegen Sex

  • Publiziert: 06.07.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Dania Schiftan

Sex gibts fast nie umsonst. Es muss nicht Geld sein beim Tauschgeschäft mit den Trieben. Die Affen zeigen machen es uns vor.

Affenmännchen wollen Sex und sie wissen wie sie ihn kriegen – sie bringen den Weibchen Futter.

Primatenforscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie beobachteten während 3000 Stunden Schimpansen im Tai-Nationalpark an der Elfenbeinküste.

Es geht dabei um ein Geschäft. Männchen, die ihre Damen regelmässig mit Beute verwöhnen, verdoppeln ihre Chance Sex zu haben. Solche, die selten oder nie teilen, kriegen nichts.

Aber auch Affendamen sind wählerisch: Der mutige, der ihr spezielle Leckereien beschafft, darfs ihr besorgen. «Die Ergebnisse unserer Studie werden einen Einfluss auf das haben, was wir heute über die Beziehungen zwischen Männern und Frauen wissen», sagt einer der Wissenschaftler.

Sie denken, dass Menschen sich ähnlich verhalten. Männer die ihre Frauen gut versorgen, kommen häufiger zu Sex.
Also, aufmerksam und fürsorglich sein lohnt sich, Herren der Schöpfung!

Dania Schiftan

Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualtherapeutin. In ihrer neuen Blick.ch-Kolumne «Danias Sexkiste» berichtet sie über Phänome und Wissen aus der grossen weiten Welt des Sex.