Nackte DDR Frauen hinter dem Eisernen Vorhang

  • Publiziert: 05.03.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

So hat man noch nie hinter den Eisernen Vorhang gesehen. Das Buch «Schön nackt – Aktfotografie in der DDR» gewährt tiefe Einblicke.

Ein neues Bilderbuch macht in Deutschland Furore. Es zeigt die nackte Wahrheit über den real existierenden Sozialismus in der DDR. Mit Fotos, die vor dem Fall der Mauer verpönt waren: Frauen, die sich völlig natürlich zeigen — unrasiert, ungeniert. Volles Haar war angesagt in der DDR (1949—1990). Prüder Westen, nackter Osten, hiess es hinter dem Eisernen Vorhang.

Nacktbaden war in. Ihre Freizügigkeit liessen sich die Ostdeutschen nicht nehmen, auch unter Staatschef Erich Honecker († 1994) nicht. Ob an der Ostsee, an Baggerseen oder in Bädern. FKK war die einzige Form von Freiheit, die geduldet war.

Nur einmal wurde es brenzlig: Als «Der Spiegel» 1954 über die ostdeutsche Nudistenszene berichtete, sah die Staatsführung ihren Ruf befleckt und verhängte ein Nacktbadeverbot an der Ostseeküste. Es hagelte Proteste. Das Regime nahm das Verbot 1956 zurück.

play «Schön nackt – Aktfotografie in der DDR», Verlga das neue Berlin, 192 Seiten. (ZVG)