ZÜRICH - Geht der Partner in den Ferien fremd, sehen viele rot. Eine «Blick am Abend»-Befragung zeigt, dass die meisten Schluss sofort machen würden.
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Fremdflirten kann den anderen ganz schön verletzen. (plainpictures)
Wärme, blauer Himmel, entspannte Atmosphäre, Partystimmung. Im Sommer tanzen die Hormone.
Ferien bringen Entspannung, sind aber auch oft verbunden mit Beziehungsstress.
So wirkt die Frucht in Nachbars Garten rasch mal verlockender als daheim. Plötzlich schauen Männer nicht nur zu tief ins Glas, sondern auch tief in die Augen einer betörenden Fremden. Übrigens: Frauen tun dies genauso.
Blick am Abend startete eine Exklusivumfrage. Auf die Fragen, ob ein Ferienflirt oder Seitensprung in den Ferien ein Grund sei, die Beziehung sofort zu beenden, antworteten 32,5 Prozent mit einem klaren Ja. 35,9 Prozent antworteten mit «eher Ja».
Befragt wurden 500 Personen in der Deutsch- und Westschweiz. Knapp 65 Prozent der Befragten leben in einer Beziehung.
Ist es übertrieben, nach einem Ferien-Seitensprung die Beziehung gleich zu beenden? Paartherapeut Klaus Heer gibt zu Bedenken: «Es kann jedem passieren, dass eine fleischliche Ferienversuchung übermächtig wird.»
Wenn die Sache rauskommt, gebe es immer Wirbel,sagt der Paartherapeut. »Aber ein robustes Beziehungshaus wird die Erschütterung überstehen. Nicht Harmoniesucht bringt's, eher feste Courage.»
Heer zeigt zwar Verständnis für die verzweifelte Empörung: «Für manche Betrogene stürzt ja eine ganze Welt ein. Und es tut unsäglich weh.»
Ein heisses Eisen in Beziehungen bildet auch das Thema Kontrolle. Wie viel Kontrolle brauchen Frau und Mann, um sich in der Partnerschaft sicher zu fühlen?
Darum fragten wir: «Finden Sie es in Ordnung, heimlich SMS oder E-Mails des Partners zu lesen?» 68,7 Prozent sind strikt dagegen. Doch immerhin 25 Prozent glauben, eine Legitimierung zu haben, wenn ein Verdacht besteht, dass er oder sie fremdflirten könnte.
Geht gar nicht, findet Paartherapeut Heer: «Wer in die Privatsphäre des anderen eindringt, gefährdet die Liebe genauso wie derjenige, der fremdgeht. Beides macht deutlich, dass die heimische Beziehung dringend mehr Zuwendung braucht. Mehr Paar-Zeit, mehr Austausch, mehr liebevolle Berührung.»
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