
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Grips und Sex ergänzt sich bestens. Das lässt zumindest der Blick auf die jüngste Entwicklung der Elite-Unis wie Harvard oder Columbia zu. Sie publizieren Studenten-Sexheftli auf deren Covers sich nackte Studentinnen, küssende Lesben oder Paare in Pornopose räkeln. Ganz offiziell im Namen der jeweiligen Uni. Denn Spitzenunis lassen sich nicht gerne vorwerfen, dass sie die freie Meinung zensurieren.
Die Erotik-Magazine heissen «H-Bomb» (Harvard, hbombmag.com), «C-Spot» (Columbia, c-spotmagazine.com), «Sex Week at Yales» (Yales), X-Magazine (Washington). Verblüffend oft stecken dahinter Studentinnen. Sie setzen sich mit Lust für die sexuelle Befreigung ein und wirken der sonst eher prüden Moral auf den Campus der amerikanischen Unis entgegen.
Ob es sich bei den Magazinen um Porno oder Kunst handelt, ist die grosse Streitfrage. «H-Bomb» sei kein Schmudelheft sagt Kataharina Cieplak- von Baldegg, eine der Gründerinnen des Harvard Nackt-Magazins. Die Zeitschrift sei vielmehr das künstelrische Forum für „hot minds and brillant bodies“. Die Halbschweizerin kam auf die Idee des Magazins, weil sie die erotischen Fotos einer Freundin veröffentlichen wollte.
Harvard-Professor Marc Hause unterstützt das Unterfangen. „Es geht um die Diskussion über die Bedeutung und die Entwicklung der Sexualität, nicht um reine Pronographie“, meint er.“
Studenten anderer Unis scheinen aber zu weit zu gehen. So hat sich das Rektorat der Uni Boston vom dort erschienen Magazin „Boink“ distanziert. Es sei nicht positiv für die Universitäts-Gemeinschaft. „Boink“ geht in der Darstellung von Sex noch weiter als die anderen Zeitrschriften und hat – wohl nicht ganz zuällig – die grösste Auflage (ca. 40‘000) von allen Uni Sexheften.
Fast gänzlich auf einen künstlerischen Inhalt verzichtet Matthew M. Di Pasquale von Harvard. Er gibt „Diamond“ heraus, eine Konkurrenz-Zeitschrift zu „H-Bomb.“ Im «Diamond» zeigt er gerne seinen eigenen, nackten Körper. «Die Welt muss erfahren, wie sehr ich Sex liebe», sagt Di Pasquale. Sex und Liebe haben für ihn mit Weisheit zu tun. Und Weisheit wird nun einmal von einem Harvard-Studenten erwartet. www.diamond-mag.com