BERN - Nirgends suchen so viele eine Affäre wie in Bern. Der Grund dafür ist pikant.
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Der kleine Seitensprung für zwischendurch: In Bern besonders beliebt (ZVG)
Es ist die begehrteste Wohngegend der Stadt. Doch hinter den historischen Mauern hausen die untreusten Männer der Schweiz. Die Berner Innenstadt hat im Untreue-Atlas von «AshleyMadison» eine Spitzenposition. Exklusiv für Blick am Abend berechnete das Seitensprung-Portal, wo in der Bundesstadt am häufigsten eine Affäre gesucht wird: In Berns City sind über 85 Prozent der registrierten Männer verheiratet.
Doch die Bernerinnen sind ebenso untreu: In Bümpliz sind fast 83 Prozent der registrierten Frauen verheiratet. Insgesamt kommt Bümpliz mit Oberbottigen auf Platz 2. Etwas treuer ist man im Weissenbühl. Obwohl hier die unter 30-Jährigen so heiss auf eine Affäre sind wie sonst nirgendwo in der Stadt.
Auf Platz vier folgt der Breitenrain, auf Platz 5 die Länggasse. Am liebsten im eigenen Bett bleibt das Botschaftsviertel: Das Kirchenfeld landet auf Platz sechs.
Basler und Zürcher sind treuer
Im ganzen Kanton Bern suchen 31'000 Männer und Frauen auf der Seite nach einer Affäre. Besonders viele davon in der Stadt Bern, wo 6557 Personen registriert sind. «Bern ist auch Hauptstadt der Seitenspringer», sagt Ashley-Madison-Sprecher Christoph Kraemer. Proportional sind ein Viertel mehr als in Zürich und mehr als doppelt so viele wie in Basel registriert.
Sind die Berner also besonders unglücklich in ihrer Beziehung? «Ich sehe da keinen Unterschied zum Rest der Schweiz», sagt Stefan Meili, Berater bei der Paarberatungsstelle der reformierten Kirche. «Häufig ist es aber so, dass das Gegenteil zu einer Affäre führt. Man hat gemeinsam alles erreicht und sucht einen Kick.»
Politiker auf dem Seitensprung
Das würde auch erklären, wieso in der statushohen Innenstadt so viele Fremdgänger leben. Doch es könnte noch einen anderen Grund geben: Die Auswertung der Postleitzahlen muss nicht gleichbedeutend sein mit dem Wohnort.
«Gerade in Städten, wo viele nur unter der Woche leben, sucht man eine Affäre für werktags und fährt dann am Wochenende nach Hause zur Familie», sagt Kraemer. Das gebe es häufig dort, wo Verwaltung und Politik zu Hause sind. Berns grösste Seitenspringer sind also möglicherweise gar keine Berner.
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