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Das Klischee: Viele fantasieren beim Sex von Drittpersonen und werden deshalb von einem schlechten Gewissen geplagt — weil sie glauben, damit ihre Liebste, ihren Liebsten zu betrügen
Das sagt dazu BLICK-Expertin Dania Schiftan:
Weshalb sollten wir davon träumen, was wir mit unseren Liebsten eh live erleben? Wäre doch langweilig. Fantasien von fremden Personen und ungewohnten Szenarien hingegen speisen unsere Sexualität mit neuen Bildern – gerade weil sie weit weg von der Wirklichkeit und den damit verbundenen Konsequenzen liegen. Ein schlechtes Gewissen braucht dafür wirklich keine(r) zu haben. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sind solche Fantastereien bereichernd und gesund.
Generell gilt: Jeder Mensch hat sexuelle Fantasien. Szenen oder Bilder schwirren uns oft unerwartet und unzensiert durch den Kopf. Manchmal beunruhigen sie uns sogar, weil wir uns nicht wirklich wünschen, unsere Fantasien tatsächlich umzusetzen. Was durchaus in Ordnung geht – und sogar Vorteile hat: Im Kopfkino können wir nämlich Fantasiebilder exakt nach unserem Gusto zurechtlegen – da kann die Realität kaum mithalten. Entsprechend oft kommt es zu Frustrationen, werden die Vorstellungen dann doch ausgelebt. So süss wie die Träume ist die Wirklichkeit eben selten.
Kurzum: Die Kraft der Fantasie würzt unsere Sexualität ungemein. In festen Beziehungen kann sie sogar dazu beitragen, die Monotonie aufzubrechen: etwa, wenn Sie der Partnerin, dem Partner von Ihren Fantasien erzählen. Aber verpflichtet sind Sie dazu nicht. Natürlich führen Ihre Liebsten im Kopf auch ein eigenständiges Sexleben, genauso wie Sie. Gut so: Das macht beide spannender.