Danias Sexkiste Aus «romantisch» wird «genetisch»

  • Publiziert: 07.09.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

ZÜRICH – Gestern Abend sass ich mit vier Freundinnen zusammen und Frau diskutierte über die männliche Spezies. Thema: Was ist an Kerlen attraktiv? Die Antwort gibts hier.

Logo: Jede Eva hat ihre Vorlieben, wenn es um Adam geht. Doch was sagen die Statistiken? Was finden Frauen an Männern attraktiv?

Einerseits gibt es ganz klar Kriterien für die sexuelle Attraktivität von Männern. Neueste Studien aus den USA zeigen, dass die meisten Frauen bei einem markanten Kinn und hervorstehenden Wangenknochen schwach werden.

Andererseits zählt die allgemeine Ästhetik. Da werden zum Beispiel der Körperbau und das Auftreten eines XY-Chromosomenträgers «bewertet». Die sexuelle Attraktivität eines Mannes wird von Frauen also (unbewusst) regelrecht unter die Lupe genommen!

Ob wir den Frosch dann jedoch zum Prinzen küssen, ist – wie unromantisch! – durch unsere Gene bestimmt. So sollte der Genpool des Prinzen nicht zu weit von unserem entfernt sein, zu ähnlich darf er dem unseren aber auch nicht sein.

Entscheidend sind laut dem Neurobiologen Dr. Andreas Bartels vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik Ähnlichkeiten mit unseren Eltern oder Stiefeltern. Die Erkenntnis stammt aus Tierforschungen: Wenn eine Ziege von Schafen aufgezogen wurde, stand sie später auf Schafe.

Die Expertin

Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualtherapeutin. In ihrer neuen Blick.ch-Kolumne «Danias Sexkiste» berichtet sie über Phänomene und Wissen aus der grossen weiten Welt des Sex.