Danias Sexkiste Auch Mäuse haben Liebeskummer

  • Publiziert: 09.12.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

Wenn der Geliebte oder die Geliebte abtrünnig werden, schmerzt das wie Salz in einer offenen Wunde. Aber nicht nur wir Zweibeiner leiden unter Herzschmerz, sondern auch die Vierbeiner.

Die nordamerikanische Präriemaus lebt eigentlich monogam. Doch die Mäuseriche stürzen sich immer wieder in wilde Affären mit verschiedenen «Ladys». Dann kehren sie wieder zu der Mäusedame ihres Herzens zurück. Denn: Sind die Casanovas von ihrer Partnerin getrennt, leiden sie an schrecklichem Liebeskummer!

Schuld daran sind die Hormone Oxytocin und Vasopressin. Diese auch beim Menschen vorhandenen Stoffe fördern die Bindung. Sind die Mäuseherren von ihren Damen getrennt, leiden sie unter einem Mangel dieser angenehmen Hormone und reagieren mit Antriebs- und Appetitlosigkeit. Dieser Zustand lässt sich nur beheben, indem Herr Maus schnell wieder zu Frau Maus flitzt.

Die Natur hat das clever eingerichtet: Geht der Mäuserich – aus lauter Kummer – wieder zurück zu seinem Weibchen zurück, kann er sie in der Aufzucht der Kleinen unterstützen. So haben die Jungen eine höhere Wahrscheinlichkeit zu überleben.

Wenn Sie das nächste Mal Liebeskummer haben, dass denken Sie doch an die kleine Wüstenmaus, die vielleicht gerade das Gleiche durchmacht. Und vergessen Sie nicht: Auch der schlimmste Herzschmerz geht vorbei. Und auch Sie werden bestimmt wieder eine neue Liebe finden!

Die Expertin

Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualtherapeutin (Infos unter www.zismed.ch). In ihrer Blick.ch-Kolumne «Danias Sexkiste» berichtet sie über Phänomene und Wissen aus der grossen weiten Welt des Sex.