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Das Klischee: Für Männer ist die Sache klar: Analsex ist eine Disziplin der Schwulen. Und Heteros, die am Hinterstübchen empfindsam sind, machen sich verdächtig.
Das sagt dazu BLICK-Expertin Dania Schiftan: Studien zeigen, dass über 50 Prozent der Männer (und der Frauen) Analsex mögen. Was durchaus logisch ist: Denn die Region um den After ist mit vielen Nervenzellen bestückt und dadurch sehr empfindsam – es lohnt sich, diese in den Sex miteinzubeziehen.
Hetero-Männer sind aber sehr irritiert, wenn sie die Region als Lustspender entdecken. Besorgt fragen sie sich, ob diese Vorliebe allenfalls auf ihr Schwulsein verweisen könnte. Darauf gibt es eine klare Antwort: Nein.
Schwule spielen zwar unverkrampfter in dieser Lustzone – Hetero-Männer sind aber genauso empfindsam. Zur Erklärung: Manche Männer üben beim Sex viel Druck auf den Penis respektive die Beckenbodenmuskeln aus – und spüren vorn weniger.
Die Empfindsamkeit ist an entspannteren Körperstellen grösser. Sie «wandert» sozusagen nach hinten, hin zum After.
Abgesehen davon lässt sich bei allen Männern über den After die Prostata massieren – sie ähnelt dem G-Punkt der Frau –, was die Tabu-Zone zusätzlich spannend macht.
Damit Anal-Spielereien Lust spenden, gibt es einiges zu beachten. Meine Tipps: Lassen Sie sich genügend Zeit, den Schliessmuskel zu lockern. Führen Sie niemals spitze Gegenstände ein und nichts, was länger als 15 Zentimeter ist – Anus und Enddarm sind sehr verletzbar. Verwenden Sie stets viel Gleitmittel – und beachten Sie die Sogkraft des Darms, damit nichts verschwindet.
Sexshops verkaufen zuhauf taugliche Analspielzeuge. Und, falls sie das Spielzeug mit der Partnerin teilen: Benutzen Sie dieses stets mit Kondom. Denn Analsex soll Freude bringen – und keine Infektionskrankheiten.