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Vielleicht sollte ich mich «iRedaktor» nennen: Ein vorangestelltes i klingt trendy und intelligent, glauben Marketingabteilungen. Nach iPod, iBook und iPhone wimmelt es vor Kunstnamen mit dem kleinen i am Anfang. Auch die Autobauer haben den Trend erkannt: BMW mit iDrive, Hyundai mit i20 und eben Toyota mit iQ.
Das mag vermessen klingen, falsch ist es nicht: In den iQ haben die Japaner eine Menge Gehirnschmalz investiert. Mit 2,98 Meter Länge überragt der ab Februar 2009 erhältliche Winzling den Smart nur um 28 Zentimeter, bringt aber vier statt nur zwei Personen unter.
Oder besser dreieinhalb: Hinter dem nach vorn versetzten Beifahrer findet ein Erwachsener prima Platz, hinter dem Fahrer reicht es für ein Kind. Lange Strecken möchten wir so nicht fahren, schon weil Fondpassagiere den Gepäckraum eliminieren. Aber es klappt.
Schön auch, dass Toyota – bislang eiserner Hort konservativer Linienführung – nun peppig wird. Das verblüffend luftige, hübsch verspielte Cockpit steckt voll pfiffiger Details wie etwa ein Rückscheibenbag für den Heckaufprall. Die witzige Machart bietet mehr als nur Basismobilität. Der iQ ist eher ein ökologischer Luxuszwerg, sehr manierlich federnd und mit seiner leichtgängigen Lenkung kein Kurvenfetzer, aber mit nur 3,9 Meter Wendekreis ein spassig-erwachsener Eckensauser und Parkierkünstler für die City.
Zeitgemäss sind auch die Motoren. Ein betulich antretender, aber schön drehfreudiger 68-PS-Dreizylinder (Verbrauch: 4,3 l/100 km, 99 g/km CO2) bildet den Einstieg, darauf folgt im Sommer ein 99-PS-Benziner mit Start-Stopp-Automatik. Wir empfehlen den 1,4-Liter-Diesel mit 90 PS und Partikelfilter: Zugkräftig und kultiviert begnügt er sich (Werksangabe) nur mit 4,0 Litern auf 100 Kilometern (104 g/km CO2). Wermutstropfen: Sparen ist im iQ kein billiger Spass – den Edel-Zwerg gibts voraussichtlich ab 21500 Franken.