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Die Autowelt blickt derzeit nach Los Angeles: L. A. Autoshow. Dort stellen die führenden Marken ihre Neuheiten vor – die grosse Attraktion aber wartet nebenan: Audi schickt erstmals Journalisten im futuristischen E-Tron auf Probefahrt. Eine Reise in die Zukunft!
4500 Newtonmeter Drehmoment! Der Audi E-Tron wuchtet fast die gesamte Durchzugskraft eines Bugatti Veyron (1250 Nm) auf jedes seiner vier Antriebsräder. Das mit Folgen: Der E-Tron schiesst uns mühelos und ohne Schalten in 4,8 Sekunden auf hundert Sachen – dabei nur flüsterleise sirrend. Ja, das Elektrozeitalter macht richtig Laune. Und fühlt sich erstaunlich seriennah an.
Der E-Tron basiert auf dem Audi-Sportwagen R8, ist mit 4,26 Meter Länge aber 17 Zentimeter kürzer und eine Idee flacher. Das kühne Styling ist mehr als eine Effekthascherei: LED-Licht spart Strom. Weniger Gewicht, weniger Luftwiderstand. Strom braucht der E-Tron lieber für die E-Motoren: Jedes Rad hat einen – zusammen sind sie 313 PS stark.
Auch wenn wir den Millionen teuren Prototpyen nicht ganz ausreizen: An Fahrdynamik fehlt es ihm nicht. Schon, weil die 470 Kilo schwere Lithium-Ionen-Batterie hinter den Sitzen ideale Balance garantiert und Saft für 248 Kilometer Fahrspass liefert. Theoretisch. Denn wer es scharf angeht, muss früher zur Steckdose. Dort tankt der E-Tron sechs bis acht Stunden neue Kraft (Starkstrom: 2,5), was je nach Tarif nur vier bis acht Franken kostet.
Um den Stromverbrauch zu senken, wird zum Beispiel vor allem über den Widerstand der E-Motoren gebremst und so Energie gewonnen. Und bei Tempo 200 ist Schluss. Höheres Tempo kostet zu viel Energie.
Ende 2012 soll die E-Flunder lossummen. Einen Preis nennt Audi noch nicht. Wir tippen: Doppelt so teuer wie ein R8 wird der Stromer schon werden – also rund 300000 Franken.