Fahrbericht Chrysler Nassau und Jeep Trailhawk Überlebt einer?

  • Publiziert: 30.05.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

Nassau und Trailhawk: Am Autosalon Detroit waren sie die Stars bei Chrysler und Jeep. AutoBlick durfte sie fahren. Ob die Autos jemals gebaut werden, ist offen – unabhängig von der Daimler-Chrysler- Trennung.

Der Chrysler Nassau war ein Star der Detroit Auto Show im Januar. Und blubbert mit 6,1-Liter-«Hemi»-V8 und 425 PS dem höchsten US-Spritpreis seit 1981 entgegen. Aber ein solches Concept-Car darf das. Der verschwenderisch gestylte 4,98-Meter-Luxusgleiter ist ein Hand gearbeitetes, Millionen teures Einzelstück. Ein Showcar reinsten Wassers – oder eine Fingerübung der Designer –, von dem wir Details (wie den schicken Schwung des Cockpits mit zentraler Infoleiste, LED-Scheinwerfer, schnittigen Chromgrill, keinesfalls aber das Schrägheck) vielleicht am Nachfolger des Chrysler 300C wiederfinden werden. So wenig der Nassau je in Serie geht, so unbeholfen fährt er. Schon die 21-Zoll-Showfelgen verbieten jede Fahrdynamik. Rumpelnd geht es mit nicht mal 50 Sachen voran. Showcar-Schicksal.

Gar nicht voran geht es im Trailhawk (Wanderfalke). Wegen eines Getriebedefekts können wir uns im 4,86 Meter langen Dickschiff nur ein paar Meter als Beifahrer chauffieren lassen. Macht nichts, denn auch am diesjährigen Hingucker von Jeep zählt vor allem das Design. Aufgebaut auf dem Chassis des neuen Wrangler Unlimited, demonstriert der Diesel-Jeep den luxuriösen Jeep der Zukunft mit dem Frischluftflair eines Wrangler. Pure Fantasie? Mitnichten. Wohl 2010 wird der neue Jeep Grand Cherokee die Autobühne betreten – und mit seiner muskulösen Form dem Trailhawk wohl wie aus dem Gesicht geschnitten sein.

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