Im gelifteten BMW X1 steckt als Topmotor nun ein 4- statt 6-Zylinder. Reicht das?
Früher war das Hubraumkürzel am Heck der ganze Stolz: Mit 2.3i zeigte man dem 2.0 des Nachbarn, wo der Hammer hängt. Doch seit Downsizing (Aufladung statt Hubraum) den Verbrauch senken soll, sind die Kürzel im Gegensatz zu früher nicht nur ab und zu, sondern fast immer geschönt – weil sie wichtig für unser Käuferego sind.
Also heisst der neue Topbenziner im jüngst rundum gelifteten X1 zwar unverändert 28i und hat auch stolze 245 (zuvor 258) PS. Aber nur 2,0 statt erwarteter 2,8 Liter Hubraum und «nur» 4 statt 6 Zylinder. Also die Performance eines Rasenmähers?
Von wegen: Ist die Miniverzögerung beim Anfahren überwunden, geht ab 1300/min die Powerpost ab – sportlich und gleichmässig bis 5000/min! Klar tönte der R6-Sauger erotischer, aber der Turbo-R4 röhrt von Herzen, wenn auch etwas kernig. Ein sehr guter Ersatz also. Und der Spareffekt, laut Datenblatt gut zwei Liter? Na ja. Klar braucht er weniger als zuvor, aber immer noch 9,5 l/100 km im Test: Besonders «sparsam» ist das nicht.
Dafür haben wir sonst keinen Grund zum Meckern: Er kostet viel und bietet dafür sehr viel: Das Cockpit ist hübscher und feiner geworden, genug Platz gibt es auch, und Kurven nimmt er gewohnt freudig, ohne uns mit zu üblen Stössen zu foltern.
Antrieb R4-Turbo, 2.0, 245 PS, 350 Nm bei 1250-4800/min, 8-Gang-Automat, 4x4
Fahrleistungen 0–100 km/h in 6,5 s, Spitze 240 km/h
Masse Länge/Breite/Höhe 4,45/1,80/1,55 m; Gewicht 1670 kg; Laderaum 420–1350 l
Verbrauch: Werk/Test 7,3/9,5 l/100 km = 171/221 g/km CO2, Energieeffizienz E
Preis: ab 52 400 Franken (Basis: sDrive18i, 150 PS, ab 36 200 Franken)
Beliebteste Kommentare
Alle Kommentare (12)