Der offene XKR-S ist das schnellste je von Jaguar gebaute Cabrio und passt damit prima zum olympischen Sommer.
Britisches Understatement sucht man beim Jaguar XKR-S vergeblich. Muskeln, Spoiler und Finnen wohin das Auge reicht, die Front wirkt nach den aerodynamischen Anpassungen fast schon zerklüftet. Im Innenraum des durchtrainierten Sportlers gehts dagegen gediegener zu. Hier dominieren Leder und klare Linien sowie gute Übersichtlich und Erreichbarkeit. Einzig und allein die Rückbank des 2+2-Sitzers ist eher Staffage als ernstzunehmende Sitzgelegenheit.
In rekordverdächtigen 18 Sekunden ist das elektrische Stoffverdeck hinter der Rückbank verschwunden. 4,4 Sekunden nach dem Start saust einem der Fahrtwind bereits mit 100 km/h um die Ohren. Bei 300 km/h ist der nicht enden wollende brachiale Vorwärtsdrang der Superkatze elektronisch abgeriegelt – der Bereifung zuliebe.
Nicht weniger martialisch ist der Sound des 5-Liter-V8-Kompressormotors mit seinen 550 PS. Zumindest wenn man die Katze aus dem Sack lässt, sprich: den Sportmodus startet. Dann donnert und grollt es aus dem Klappenauspuff als gäbe es kein Morgen. Bei aller unbändigen Kraft ist das Handling des immerhin knapp 4,80 m langen und 1,8 Tonnen schweren Renners prima. Der Jaguar sprintet auf seinen schwarzen 20-Zöllern ebenso leichtfüssig wie behände um die Kurven. Oder schiebt sich bei Bedarf auch ganz bescheiden und zahm schnurrend durch die Innenstadt.
Fazit: Wer einen alltagstauglichen offenen Supersportler sucht, auffallen will und über genug Geld verfügt, für den steht der Jaguar XKR-S Cabrio sicher ganz oben auf dem Treppchen.
Motor 5,0-l-V8-Kompressormotor, 550 PS, 680 Nm, 6-Gang-Automatik, Heckantrieb
Leistung 0-100 km/h 4,4 s; Spitze 300 km/h
Masse Länge/Breite/Höhe = 4,79 /1,89/1,31 m, Kofferraum 330 L, Gewicht 1800 Kg
Verbrauch Werk/Test = 12,3/12,7 l/100 km, CO2-Ausstoss Werk/Test 292/296 g/km
Preis ab 189'300 Franken
Plus
+ Edles Interieur
+ enorme Motorenpower
Minus
- Wenig Platz auf der Rückbank
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