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Vergessen Sie den Hund. Den Tennisclub. Oder Facebook. Wer heute flirten will, legt sich ein E-Auto zu. Kein Ferrari entwickelt diese Sogwirkung. Passanten winken, Taxis lassen Vortritt, jeder Stopp ein Gespräch: «Jetzt geht es also los», hört man meist – und: «Wie fährt er denn?» Tatsächlich, so viel steht fest: Der elektrische ist der bessere Smart. Berühmt-berüchtigte Nickbewegungen bei Gangwechseln und knatternde Akustik? Passé! Der Stromer summt nur wie ein kleines Tram und ist wie alle E-Autos mit einer festen Kraftübersetzung – also nur einem Gang – zufrieden.
Die wichtigste Erkenntnis: Ja, E-Autos machen Laune! Das lineare Lossausen wie im Boxauto an der Chilbi ist anders als von Drehzahlen abhängendes Temperament bei Verbrennungsmotoren. Aber genau wie der Sound hat das seinen eigenen Reiz. Beim Anfahren legen die 41 PS nicht gar so flott los wie erwartet. Aber sie hängen beim Ampelstart alle anderen ab und halten über Land wacker mit.
Angenehm und flott – doch bei Tempo 100 ist Schluss: Der Electric Drive könnte schneller fahren, doch wegen des erhöhten Dursts durch den exponentiell steigenden Luftwiderstand weist ihn die Elektronik bei 100 km/h in die Schranken. Vernünftig für ein Stadtauto, doch sorgen dicke Laster im Rückspiegel nicht für Wohlbehagen auf der Autobahn.
Durch die 100-Kilo-Batterie wirkt der E-Smart beim Einlenken schwerfälliger, federt aber einen Hauch sanfter. Doch bleibt er wie gewohnt Parkierkünstler und recht ruppig gefedert. Im Gegensatz zu Kleinstserienmobilen wie Tazzari oder Think knarzt und klappert nichts, und die Crashsicherheit und pfiffige Details (Ladekabelfach in der Heckklappe, einfache Bedienung) schaffen durchaus Vertrauen.
Ermutigend, dass die Reichweiten realistisch scheinen. Die versprochenen 135 Kilometer liegen offenbar wortwörtlich in Reichweite; selbst mit viel Vollgas plus Klimaanlage sollten 120 Kilometer drin liegen. Keine Sorgen macht uns der problemlose Ladevorgang.
Eher der Verbrauch. Wir benötigten bislang cirka 12 kWh pro 100 Kilometer, was in der Stadt Zürich beim im Rahmen des Feldversuchs getankten Ökostrom auf unter eineinhalb (Niedertarif) bis gut zweieinhalb Franken (Hochtarif) kommt. Allerdings zieht der Smart etwas mehr Saft, als er verfährt: Die Lithium-Ionen-Batterie will mit exakter Temperatur bei Laune gehalten sein, weshalb das Kühlen und Heizen beim Laden Strom kostet. Inwieweit das die Kosten beeinflusst, bleibt noch zu ergründen.