Aussen weniger Kanten und dafür innen mehr Nerz spendiert Mercedes dem GLK.
Als Mercedes vor vier Jahren den GLK lancierte, blies ihm der Zeitgeist voll ins kantige Gesicht: SUV galten damals gerade als Sprit saufendes Teufelszeug und waren gut beraten, sich unauffällig zu kleiden. Der GLK aber kam im mächtigen Rustikalkleid daher.
Heute sind kompakte SUV beliebter denn je, den Ruf als Klimakiller sind sie los – und der GLK hat sich dank innerer Werte etabliert. Das Facelift glättet nun die arg eckige Front, beschert ihm mehr Eleganz und hübsche LED-Leuchten. Vor allem aber ist innen Schluss mit rustikal. Materialien und Qualität sind vom Feinsten: Hier kehrt Mercedes endlich zu jenem Topniveau zurück, das man bei dem Preis auch erwartet.
Die Domäne des sehr geräumigen GLK ist Komfort. Zwar lenkt er enorm behände ein und pfeift gerne mal durch eine Kurve. Aber der letzte Schuss gefühlter Schärfe fehlt, weshalb er sich eher als geschmeidiger Gleiter wohl fühlt. Nur die 19-Zöller (Serie 17 Zoll) des AMG-Pakets am Testwagen lassen ihn innerorts zwischendurch mal poltern.
Höchst behände ist auch der 2,1 Liter kleine, aber 500 Nm mächtige 204-PS-Diesel: Wow, hat das Ding Durchzug! Bei Vollgas nagelt er mal, sonst aber ist er leise – und nicht zu durstig: im Test 7,8 l/100 km. Wer mehr Motor kauft, ist selber schuld.
Motor R4-Diesel, 2,1 l, 204 PS, 500 Nm bei 1600/min, 7-Stufen-Automat, 4x4
Leistung 0–100 km/h in 8,0 s, Spitze 210 km/h
Masse Länge/Breite/Höhe = 4,56/1,84/1,69 m; Gewicht 1925 kg; Laderaum 450–1550 l
Verbrauch Werk/Test 6,1/7,8 l/100 km = 159/206 g/km CO2, Energieeffizienz C
Preis ab 59 900 Franken (Basis GLK 200 CDI ab 49 900 Fr.)
Plus sehr gute Qualität, bärenstarker Diesel, hervorragender Komfort, üppig Platz
Minus hohes Gewicht, deftiger Preis
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