Alleinunterhalter fühlen sich im Transporter von Opel einsam. Denn er bietet Raum für ein ganzes Perkussions-Quintett samt Instrumenten.
Sitzt die komplette Familie im Auto, bleibt bei manchen Vans im Kofferraum gerade noch Platz für ein paar Notenblätter. Anders beim Opel Combo: 790 Liter Kofferraum bietet die Version mit fünf Plätzen – das reicht locker für eine ganze Schlagzeug-Batterie.
Genial die Abdeckung, die dank 70 Kilo Tragkraft auch als Ladeboden dient. Klappt der Fahrer die Rückbank um, gibt’s Platz für grandiose 3200 Liter. So ersetzt der Combo den Bandbus – oder den Möbeltransporter.
Trotz dieser Fülle an Raum sieht der Opel aber nicht einfach aus wie ein Lieferwagen. Aussen betonen freundliche Kuller-Scheinwerfer die Qualitäten als Familien-Freund, innen unterstützen helle Polster und Abdeckungen den luftigen Eindruck.
Auf der Strasse kann der Van seine Masse aber weniger kaschieren. Gemütlich schwankt er um Kurven, auch die 6-Gang-Schaltung animiert nicht zu dynamischem Fahren. Der akustisch etwas raue Zweiliter-Diesel mit 135 PS ist zwar nichts fürs verwöhnte Musikerohren. Aber er packt kräftig wie ein Bühnenarbeiter zu und begnügte sich im Test dennoch mit 6,6 l/100 km.
Fazit: Der grosse Opel begeistert vielleicht weniger das feine Streicherquartett, dafür garantiert die bodenständige Familien-Combo mit grossem Platzbedarf.
Motor 2,0-Liter-Diesel, 135 PS, 6-Gang-Schaltung, Stopp-Start-Automatik
Fahrleistungen 0-100 km/h in 11,3 s, Spitze 179 km/h
Masse Länge/Breite/Höhe = 4,39/1,83/1,85 m, Gewicht 1505 kg, Kofferraum 790-3200 Liter
Verbrauch Werk/Test 6,0/6,6 l/100 km, 157/174 g/km CO2, Energieeffizienz C
Preis ab 29 550 Fr. (Basisbenziner mit 95 PS ab 22 750 Fr.)
Plus
+ riesiger Kofferraum
+ praktische Schiebetüren
Minus
- träges Kurvenverhalten