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30 000 Kilometer hat der Mazda 3 im Dienste der SonntagsBlick-Testredaktion abgespult. Und ein Blick ins Fahrtenbuch verrät: Da ist nichts passiert! Zu finden sind nur Notizen zu Reifenwechsel und Routine-Service, sonst nichts. Der Mazda3 behielt eine weisse Weste. Dafür finden sich einige positive Kommentare zum sportlichen Fahrwerk, zum durchzugsstarken und sparsamen Dieselmotor oder zum aktiven Kurvenlicht.
Wir werden den zuverlässigen und praktischen Japaner vermissen. Etwa das Aufleuchten des orangen Symbols im Rückspiegel, wenn sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel näherte. Oder auch den nette Hinweis des Bordcomputers anfangs April, dass es an der Zeit wäre, über einen Reifenwechsel nachzudenken. Kleine Aufmerksamkeiten, die man eigentlich nicht mehr missen möchte.
An den rauen Klang des 2,2-Liter-Diesel (185 PS) gewöhnten wir uns rasch. Denn der Selbstzünder machte richtig Laune und sorgte im Kompaktwagen für einen mächtig starken Antritt. Mit seinem Drehmoment von 400 Nm übertrumpfte er sogar die leistungsstärkere Sportversion mit 2,3-Liter-Turbo und 260 PS. Doch bei zu sorglosem Umgang mit dem Gaspedal bekundete der Fronttriebler trotz elektronischer Traktionskontrolle Mühe, die geballte Kraft auch auf die Strasse zu bringen.
Sehr gelungen dafür, das sportlich straffe, aber nicht unkomfortable Fahrwerk. Passfahrten meisterte der Mazda 3 genauso souverän wie längere Strecken auf der Autobahn. Und selbst wenn die Abstimmung und die präzise elektro-hydraulische Lenkung zu sportlicher Fahrweise verführten, an der Tankstelle gab es nie ein böses Erwachen. Mit einem Durchschnittswert von 6,6 l/100 km blieb der Mazda 3 zwar ein Liter über der Werksangabe, aber dennoch sehr genügsam. Für längere Reisen hätte man sich zuweilen einen etwas grösseren Kofferraum gewünscht: Mit 340 bis 1360 Litern kann der sportliche Mazda nicht ganz mit der direkten Konkurrenz mithalten: VW Golf: 350 Liter, Ford Focus: 396 Liter.
Auch beim Wiederverkauf macht der 3er eine gute Figur. Mit 32300 Franken könnte man gemäss EurotaxGlass bei einem Verkauf rechnen – das sind akzeptable 28 Prozent Wertverlust. Wen wundert’s, keine Mängel und ein Interieur, das die 30000 Testkilometer klaglos überstand. Keine abgewetzten Ledersitze, kein Klappern, keine schwächelnden Tasten. Frisch herausgeputzt sieht man dem Mazda3 weder Alter noch Laufleistung an. Wir entlassen ihn ungern aus dem Fuhrpark.