Mercedes B-Klasse Electric Drive Was kann der Stern in der Öko-Klasse?

Die facegeliftete B-Klasse ist neu auch als E-Version «Electric Drive» zu haben. BLICK stellt den Mercedes-Stromer auf die Probe.

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Bezeichnend, dass die Pressebroschüre zur neuen elektrischen B-Klasse mit Lobgesängen auf den aufgewerteten Innenraum beginnt? Hallo! Da bringt Mercedes, sonst einer der grossen Innovatoren der Branche, seinen ersten elektrisches Kompaktvan auf den Markt – und wir lesen als erstes vom schwarzen Ziffernblatt des Kombiinstruments. Meinen es die Stuttgarter nur halbherzig mit der B-Klasse ED?

Dass statt eines Verbrenners ein E-Motor für den Antrieb sorgt, erkennt man an optionalen Designelementen wie weissen Aussenspiegeln, weissem Grill und natürlich den «Electrive Drive»-Schriftzügen. Auch der edel verarbeitete Innenraum lässt kaum Kritik zu. Zumal der Akku platzsparend im Unterboden untergebracht ist und somit der Stauraum weiterhin grosszügig ausfällt.

Auf zur Testfahrt. Flüsterleise rollen wir los, die Dämmung des Innenraums ist gut gelungen, die Gleiteigenschaften sind fantastisch. Beim Beschleunigen fühlt sich der ED aber irgendwie träger an als die elektrische Konkurrenz. Bei Vollgas in der Sportstellung flitzt zwar auch die B-Klasse zügig los, punkto Dynamik kommt sie aber nie an einen BMW i3 heran. Kein Wunder bei 1725 Kilo Leergewicht – den schweren Akkus geschuldet.

Spürbar straff federt der Van deshalb und lässt den sonst komfortablen B unkomfortabel wirken. Bei einem Kriterium könnte der ED noch punkten: der Reichweite. 200 Kilometer gibt Mercedes an, im Test schaffen wir knapp 100. Klar, im Winter kostet Heizen locker 30 Prozent Reichweite. Aber das sollte heute besser gehen.

Publiziert am 17.03.2015 | Aktualisiert am 16.03.2015

Mercedes B-Klasse Electric Drive

Antrieb Elektro, 132 kW/180 PS, 340 Nm ab 1/min, Front, 1-Gang-Getriebe, Lithium-Ionen-Akku, Kapazität 28 kWh
Fahrleistungen 0-100 km/h 7,9 s, Spitze 160 km/h, Reichweite Werk/Test 200/100 km
Masse L/B/H 4,36/1,81/1,60 m, Gewicht 1725 kg, Laderaum 501 bis 1545 l
Verbrauch Werk/Test 17,9/31,9 kWh/100 km = 0/0 g CO2/km, Energieeffizienz A
Preis ab 42'900 Franken (Basis B 160 CDI, 90 PS, ab 38'000 Fr.)
Plus Exzellentes «Segeln», sehr schnelle Heizung, Rekuperation gut dosierbar
Minus Geringe Reichweite, hohes Leergewicht, straffes Fahrwerk

E-Vorurteile im Realitätscheck

Elektroautos lösen stets Bedenken aus: Explodiert der Strombedarf? Belasten Akkus die Umwelt? Sind Stromer trotz Stromerzeugung sauber? Die Antworten sprechen für die E-Autos. Führen bei uns 100'000 E-Autos, stiege der Gesamtstrombedarf nur um 0,4, liefe ein Drittel aller Autos elektrisch, nur sechs Prozent. Der Akku verursacht laut Empa inklusive Produktion und Entsorgung 15 Prozent der Gesamtökobelastung von E-Autos; die Ökobilanz entspreche somit Benzinern mit drei bis vier Liter Verbrauch. Und: Hierzulande sind E-Autos dank viel Strom aus Wasserkraft klar CO2-günstiger.

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12 Kommentare
  • Patrick  Jane aus Basel
    17.03.2015
    Wie sieht es mit der Lebensdauer des Akkus aus? Wenn ich alle fünf Jahre ein neues Akkupaket kaufen muss, nützen mir die günstigen Unterhaltskosten nicht wirklich viel.
  • Peter  Mayer 17.03.2015
    Da sieht man wieder die deutschen Autobauer sind nicht so gut wie sie behaupten. Gegen Tesla sind sind meilenweit hinterher in Punkto Reichweite, Speed, Design. Vorsprung durch Technik ... wers glaubt.
    • benjamin  sommer 17.03.2015
      Dafür ist Tesla ständig an der Grenze zur Insolvenz und muss in regelmässigen Abständen neues Geld auftreiben. Ironischerweise i.d.R. arabischen Nationalfonds, die durch Erdöl gross geworden sind.
  • Felix  Egolf aus CHAM
    17.03.2015
    Da stimmen diverse Werksangaben offenbar nicht: Mit 9.6 kg pro PS ist das Benz Leistungsgewicht ueber 25 Prozent schlechter als beim BMW i3, die Beschleunigung aber identisch. Der EU Verbrauch von 17.9 liegt nur 0.2 unter dem mehr als doppelt so starken und 450 kg schwereren TESLA S. Ja, da muss Mercedes deutlich nachbessern.
  • Daniel  Blaser 17.03.2015
    Ich wollte mir dieses Jahr ein E-Auto Kaufen. Leider lässt mich der Vermieter keine Ladestation installieren, obschon ich alle Kosten selber übernehme.
    @UVEK BR Leuthard auch das ist ein Grund wieso sich E-Autos nur schleppend verkaufen.
  • Daniel  Studer aus Villnachern
    17.03.2015
    Warum baut Mercedes eine drei Mal kleinere Batterie ein als Tesla? Sonst ist Mercedes doch auch "vorn". Man hat den Eindruck Mercedes will das alles nur halbherzig.