Aufgefrischter Lexus RX 450h im Test Mehr Sportlichkeit im Luxustyp

Toyota-Nobeltochter Lexus hat den Luxus-SUV RX überarbeitet und besser auf unsere Strassen abgestimmt. Wir testen den Hybrid RX 450h F Sport.

  • Publiziert: 05.09.2012
  • Von Raoul Schwinnen
play Luxus im Lexus: Sehr hochwertiges, aber eher nüchtern gestyltes Cockpit des RX 450h F Sport.

Lassen Sie sich nicht täuschen: Auch die Zusatzbezeichnung F Sport macht aus dem Hybrid-SUV – oder der Premium-Geländelimousine, wie Lexus den RX 450h bezeichnet – noch lange kein kerniges Sportgerät. Mit weit über 2,1 Tonnen ist der Offroader dazu schlicht zu schwer. Und mehr Abspecken geht kaum, schliesslich treiben ihn nicht weniger als drei Motoren (ein V6-Benziner und je ein E-Motor an Hinter- und Vorderachse) an. Klingt kompliziert.

Das Zusammenspiel der drei Herzen funktioniert aber wirklich ausgezeichnet. Beim Anfahren beschleunigen die E-Motoren vorne und hinten bis 65 km/h. Dann schaltet sich, und zwar kaum spürbar, der verbrauchsoptimierte V6-Benziner zu. Nur bei Vollgas arbeiten alle Motoren zusammen; mit einer Systemleistung von 299 PS. Das liest sich auf dem Papier imposant, fährt sich in der Praxis aber eher sehr komfortabel statt wirklich sportlich.

Aber: Für einen Offroader mit 4x4 denn eben auch erfreulich sparsam. Lexus verspricht einen Verbrauchsschnitt von 6,3 Liter auf 100 km. Wir erreichten im Schnitt immerhin 7,7 Liter – was in Anbetracht der Fahrzeugdimensionen beachtlich ist. Zum Vergleich: Mit dem Vorgänger lagen wir damals einen Liter höher, und der RX 350 F Sport (mit 3,5-Liter-V6-Benziner und 277 PS) braucht gar drei Liter mehr.

Was lässt sich zu den restlichen Verbesserungen sagen? Die Karosserie unserer Sportvariante mit strafferer, aber immer noch sehr komfortabler Federung wankt deutlich weniger in Kurven. Und die neu abgestimmte Elektrolenkung arbeitet nun viel gefühlvoller und präziser. Das Cockpit zeigt sich, nicht zuletzt dank modifizierter Infotainmentbedienung (die anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist), auf der Höhe der Zeit und verwöhnt obendrein mit gewohnt viel Luxus.

Lexus RX 450h F Sport

Antrieb: Benzin-Elektro-Hybrid, Systemleistung 299 PS: 3,5-Liter-V6, 249 PS, 317 Nm; 2 E-Motoren mit 50 und 123 kW. Stufenloses CVT-Getriebe, 4x4.

Fahrleistungen: 0-100 km/h in 7,8 s, Spitze 200 km/h.

Dimensionen: Länge/Breite/Höhe = 4,77/1,890/1,69 m,

Gewicht 2185 kg, Kofferraum 496 bis 1570 Liter.

Verbrauch: Werk/Test 6,3/7,7 l/100 km = 145/179 g/km CO2, Energieeffizienz B.

Preis: ab 102'500 Franken

(Basismodell RX 450h Impression ab 85'200 Franken).

Positiv: moderneres und luxuriöses Interieur, verbesserte Lenkung.

Negativ: hohes Gewicht.

autoscout24.ch

Beliebteste Kommentare

  • Eric  Lang , Banglamung
    Wirklich imposant sparsam und nun auch optisch wieder auf einem besseren Weg.
    Das Beste aber ist, die Technik funktioniert auch nach 150000km noch, wenn Fahrer Deutscher Modelle mit dem Werkstatt-Chef ihrer Edel-Marke, schon auf Du-und-Du sind!
  • Lukas  Reichlin , via Facebook
    Ein fantastisches Auto. Und mit seinem Leergewicht unterbietet er sogar manchen Konkurrenten – und das mit Voll-Hybrid Antrieb.

Alle Kommentare (10)

  • Hardy   Jerusalem
    Ein sehr unansehnliches Auto, ich bevorzuge lieber die deutsche Wertarbeit. Diese Asiaten bringen einfach keine Power in Verbindung mit Design zustande. Da fahre ich lieber die nächsten 10 Jahre weiterhin meinen MB G65 AMG.
  • Marco  Rimann , Volketswil
    Hässlich, hässlich, hässlich - halt ein Japaner. Und Platz hat es auch keines.
  • Marcel  Rutishauser
    Wer ein Sportwagen will kauft kein SUV, aber sportlich fahren lässt es sich trotzdem. Es braucht aber kein überteuerten und schweren Hybrid um Sprit zu sparen. Mein GLK lässt sich sehr sportlich fahren und verbraucht 7,8 l Diesel. Durchzug besser als mein letzter BMW x3 3.0 Benzin. Der Preis liegt, je nach Zubehör bis 20Tsd. tiefer als der gezeigte Hybrid.
    • steff  walther
      den bmw oder glk als hybrid müssten sie mir erst noch zeigen. egal welchen preis dieser hat. der rest, ebenfalls keine fakten
      • 06.09.2012
      • als Kommentar auf Marcel  Rutishauser
      • 22
      • 7
  • Beat  Müller
    Schade, das war mal ein schickes Auto, jetzt ist es pott hässlich. Aber besonders spass hat das fahren nie gemacht, viel zu weich, zu gummig zu wenig sportlich. Eher was für bîedere Fahrer.
  • Stefan  Alexander , Kloten
    Ein tolles Auto. Sicher. NUR:
    Warum immer so kleine Kofferräume mit diesen so schräg abfallenden Heckscheiben???
    Ein z.B. grosser Hund muss sich tatsächlich beim Einsteigen in den Kofferraum den Kopf einziehen. Unbegreiflich.
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