Im Test: Mercedes AMG GT S Ballermann

Der AMG GT S ist eine der schärfsten Versuchungen, seit Mercedes Sportwagen baut. BLICK testete den neuen Super-Benz.

Mercedes AMG GT S
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Bei diesem Anblick bleibt einem fast die Spucke weg und Passanten schreien: Oh my god! Keine seltene Reaktion beim neuen AMG GT S, der mit seiner endlos langen Haube dem ersten rein von Haustuner AMG entworfenen Supersportler SLS ähnelt. Die Affalterbacher Sportschmiede hat ein Auto auf die mächtigen 19-/20-Zöller gestellt, dass insbesondere dem Evergreen Porsche 911 gehörig Konkurrenz machen soll.

Als scharfer S leistet der Vierliter-V8-Mittelmotor (Biturbo) satte 510 PS und 650 Nm, die an die Hinterachse abgegeben werden.
Also nichts wie rein ins enge, voll auf Sportlichkeit getrimmte Cockpit. Nach Drücken des Startknopfs meldet sich das Aggregat mit einem dumpfen Grollen zu Wort. Während die ersten Meter aus der Tiefgarage noch den Angstschweiss auf die Stirn treiben – die Sicht nach vorne ist gleich null – steigt danach der Adrenalinspiegel.

Sportmodus rein, Auspuffklappen auf und rein ins Vergnügen! Wir fühlen uns wie beim Dragster-Rennen. Aus V8-Gebrabbel wird lautes Kreischen, wenn nach 3,8 Sekunden Tempo 100 erreicht ist. Das 7-Gang-DKG schaltet perfekt. Die Lenkung gibt zwar etwas wenig Rückmeldung, arbeitet dafür sehr exakt und lässt uns den GT S präzise durch die Kehren jagen. Die Querbeschleunigung wird in den perfekt geschnittenen Sportsitzen absorbiert.

Ob es der AMG GT S problemlos mit einem 911er aufnehmen kann, müsste der direkte Vergleich auf der Rennstrecke zeigen. Subjektiv sagen wir ganz klar: Ja! Das darf man bei einem mindestens 181'000 Franken teuren Supersportler eines Tuningspezialisten aber auch erwarten.

Publiziert am 30.05.2015 | Aktualisiert am 30.05.2015

Der Schnellcheck: Mercedes AMG GT S

Antrieb 4,0-Liter-V8-Benziner, Biturbo, 510 PS, 650 Nm bei 1750 /min, Heckantrieb, 7-Gang-DKG
Fahrleistungen 0-100 km/h 3,8 s, Spitze 310 km/h
Masse Länge/Breite/Höhe 4,56/1,94/1,29 m, Gewicht 1645 kg, Kofferraum 350 l
Verbrauch Werk/Test 9,6/12,9 l/100 km, 224/300 g CO2/km, Energieeffizienz G
Preis ab 181'100 Franken (AMG GT ab 156'200 Franken)
Plus Absoluter Hingucker, Power ohne Ende, Fahrwerk (adaptiv)
Minus Sehr schlechte Übersicht, teure Extras

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10 Kommentare
  • M  Müller aus Zürich
    30.05.2015
    Beschleunigt fast, aber nur fast wie der neue Tesla, gääähn. Dafür 30 Prozent mehr zahlen. Die Deutschen Autobauer haben die Zukunft verschlafen!
    • Daniele  Baggio aus Frauenfeld
      30.05.2015
      Auf einer Rennstrecke ist der AMG trotzdem schneller. Bei den Autos zählt nicht nur die Beschleunigung von 0 auf 100.
    • Gabor  Posch 31.05.2015
      Kleiner Unterschied: Der AMG GTS ist ein Auto. Aber Tesla ist ja derzeit so bisschen was für Fanboys.
  • john  meier 30.05.2015
    für die ca.180000 sfr würde ich mir einen gebrauchten 458 italia holen.der merz ist sicher technisch ein gutes auto.aber zu steril und zu perfekt.ein 458er löst bei mir viel mehr emotionen aus.
  • martin  im Aargau 30.05.2015
    Ich bin kein Motorenfachmann.... aber ob in diesem Fall die Bezeichnung "Mittelmotor" angebracht ist möchte ich bezweifeln.
    Der Motor ist deutlich vor dem Fahrer. Oder?
    • Johannes  Göppinger , via Facebook 30.05.2015
      Es ist ein sogenannter "Frontmittelmotor" da sich der Motor hinter der Vorderachse befindet.
    • Marc  Gutzwiller , via Facebook 30.05.2015
      Das ist so soschon korrekt. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Position zwischen den Rädern. Wärend Frontmotoren auf der Vorderachse-, und Heckmotoren auf der Hinterachse liegen, befinden sich Mittelmotoren dazwischen. Oft sind Mittelmotoren hinter dem Fahrer, aber eben nicht immer. Oft redet man bei dieser Anordnung auch von Front-Mittelmotoren.
    • Jean-Philippe  Ducrey 30.05.2015
      @Gutzwiller: Sie haben schon recht. Allerdings kann beim AMG GT S von einem Front-Mittelmotor nicht die Rede sein. Der Motor ist sehr nahe der Vorderachse, die Getriebeseite auf Seite des Fahrers. Der Citroën SM, war in seinem Layout ein Front-Mittelmotor-Fahrzeug: Das Getriebe auf der Vorderachse und die Stirnseite des Motors lag Richtung Cockpit.
  • Eric  Lang aus Aarau
    30.05.2015
    Der Motor ist sicher toll und das Interieur ist wirklich sehr gelungen, aber von aussen sehe ich nur Altbekanntes.
    Die Front könnte auch von einem GLA sein und das Heck erinnnert doch stark an den altehrwürdigen Porsche 928 oder den SLS.
    Dies ginge ja alles noch, wenn der Preis tiefer wäre, jedoch kriege ich von anderen Herstellern für das gleiche Geld, echte Hingucker.
  • Fabienne  Serventi 30.05.2015
    Ein Traumauto welches leider ein Traum bleiben wird! Die MB Palette ist zum heutigen Zeitpunkt definitiv : Das Beste oder Nichts! Gratuliere!