Hyundai Ioniq: Auftakt Dreifach-Dauertest Sauberer Spass hoch drei

Hyundai geht neue Wege. Die Fliessheck-Limousine Ioniq wird nur mit den drei Alternativ-Antriebsarten Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektro angeboten. SonntagsBlick testet während des nächsten Jahres alle drei Versionen für je vier Monate – zum Start die Hybridvariante.

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Mit dem neuen Ioniq lanciert Hyundai drei verschiedene Alternativ-Antriebsvarianten in der selben Fahrzeugstruktur und tritt so gleichzeitig gegen die Hybrid- und Elektrokonkurrenz an. Ob das Konzept aufgeht, wollen wir die nächsten zwölf Monate erfahren, wenn wir während je vier Monaten alle drei Antriebsvarianten des Ioniq testen.

Der Erste von drei

Zu Beginn starten wir mit dem Ioniq Hybrid, der mit seiner Fliessheck-Form den Hybridpionier Toyota Prius nicht nur optisch sondern vor allem technisch herausfordern will. Beim Ioniq spannen ein 1,6-Liter-Benziner (105 PS) und ein 44-PS-E-Motor zusammen (Systemleistung 141 PS und 265 Nm).

Und unsere ersten Testkilometer zeigen: Damit wird der Ioniq zwar nicht zum Sportwagen (0-100 km/h in 10,8 s, Spitze 185 km/h), ist aber für den Alltag ausreichend motorisiert. Und dank seinem tiefen Schwerpunkt fährt er sich erstaunlich agil.

Der Hybrid-Antrieb des Ioniq leistet 141 PS und 265 Nm. play
Der Hybrid-Antrieb des Ioniq leistet 141 PS und 265 Nm. Martin A. Bartholdi
Ruhig und komfortabel

Etwas zu spontan – oder für uns vielleicht einfach noch etwas ungewohnt – reagiert die Bremse. Durch die gleichzeitige Rekuperation müssen wir uns erst noch an die richtige Dosierung herantasten. Verblüfft hat uns die eher altertümlich anmutende mechanische Fussparkbremse.

Positiv dagegen der wohltuende Fahrkomfort. Das Fahrwerk ist angenehm, nicht zu weich abgestimmt und das Geräuschniveau tief. Dazu trägt auch das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bei, das uns im Hyundai viel besser gefällt als die stufenlosen CVT-Automaten der Konkurrenz.

Schade: Nur im Sportmodus lässt sich die Geschwindigkeit zentral anzeigen. Im Normal-Modus «Eco» ist die Reichweite zu sehen. play
Schade: Nur im Sportmodus lässt sich die Geschwindigkeit zentral anzeigen. Im Normal-Modus «Eco» ist die Reichweite zu sehen. Martin A. Bartholdi
Hübsch und modern

Das Interieur bietet uns ein modernes und übersichtliches Cockpit mit digitalen Anzeigen. Schade, lässt sich zentral nur die Reichweite aber nicht das Tempo ablesen. Dazu müssten wir ständig im Sportmodus fahren. Hübsch: Die blauen Akzente und Ziernähte. Dazu stimmt auf 4,47 Metern Länge auch das Platzangebot im Fond sowie im Kofferraum.

Im Fond sitzen auch Erwachsene auf längeren Strecken bequem. play
Im Fond sitzen auch Erwachsene auf längeren Strecken bequem. Martin A. Bartholdi
Fazit

Der erste Eindruck des Ioniq Hybrid stimmt uns ebenso positiv wie der Preis des Testwagens von 36'860 Franken. Nun sind wir gespannt, ob der Ioniq mit zunehmender Kilometerleistung auch so sparsam fährt, wie Hyundai mit 3,4 Litern verspricht.

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 11.12.2016
Technische Daten

Hyundai Ioniq Hybrid 1.6 GDi «Launch Plus»

Antrieb 1.6-R4-Benzin-Hybrid, 141 PS, 265 Nm, Front, 6-Gang-DKG
Fahrleistungen 0-100 km/h in 10,8 s, Spitze 185 km/h
Masse L/B/H 4,47/1,82/1,45 m, 1552 kg, Laderaum 550-1505 Liter
Umwelt Werks-/Testverbrauch 3,4/5,5 l/100 km, CO2 79/128 g/km, Energieeffizienz A
Listenpreis: Basis bei Testbeginn (November 2016) ab 33'590 Franken, Testwagen mit Optionen 36'860 Franken.

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5 Kommentare
  • Felix  Egolf aus CHAM
    12.12.2016
    Um Hybride und Nicht-Hybride fair zu beurteilen muss man von Ersteren das Funktionsprinzip verstehen um deren Vorteile zu nutzen.
    Dazu sollte man mit den verschiedenen Konzepten Tausende von Fahrkilometern in unterschiedlichstem Ambiente absolviert haben.
    E-angetriebende Autos laden beim Verzögern die Batterie. Hierfür braucht es eine sehr vorausschauende, flüssige Fahrweise.
    Mitdenkende, nicht hektische Fahrer/innen trainieren und können das.
    Gleiten statt Hetzen!






  • Andreas  Stocker aus Menzingen
    12.12.2016
    5.5 Liter Testverbrauch ist viel zu hoch, wenn man den technischen Aufwand bedenkt. Und erst noch ca. freche 60 Prozent höher als die Werksangabe! Mein Ford Focus 1.0 (125 PS) braucht 5.7 ohne Hybrid. Betrachtet man den Anschaffungspreis, so lohnt sich Hybrid definitiv nicht, auch nicht beim Toyota Prius.
  • Felix  Egolf aus CHAM
    12.12.2016
    Der Antriebsstrang des IONIQ ist mit dem des Konzernbruders NIRO identisch. Ein Testverbrauch welcher fast 62 Prozent über dem Normverbrauch liegt zeigt, dass die BLICK Fahrzeug-Benutzer bisher die Vorteile dieses Hybridsystems offenbar noch nicht zu nutzen wussten. Denn Hybrid-Fahrer bewegen dieses Auto in der Praxis an der 4 Liter Marke und auch Normalos bleiben locker unter 5 Liter...
    • Terence  Munro 12.12.2016
      Ja genau an der 4 Liter marke heisst herumschleichen und innerorts 40 statt 50 fahren. Diese Hybridschleicher, vorallem die Prius schleicher gehen mir sowas auf den Zeiger!
    • Andreas  Stocker aus Menzingen
      12.12.2016
      Lieber Herr Eglof: Ein solch tiefer Verbrauch wie von Ihnen erträumt funktioniert nur, wenn man so herumschleicht, dass der Verbrennungsmotor möglichst nicht eingreifen muss. Gerade Toyota Prius Fahrer sind bekannt für diesen Überöko-Fahrstil.