Ford Edge im Test «American Way of Drive»

Jetzt rührt Ford mit dem Edge (endlich) auch in Europa mit der grossen Kelle an. BLICK testet den SUV, der die Bezeichnung «Flaggschiff» wahrlich verdient.

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«Felge vorne links Kratzer», «Felge vorne rechts Kratzer», «Stossstange hinten Kratzer» – das Abnahmeprotokoll des Ford Edge liest sich wie die Schadensliste nach einem wüsten «Destruction Derby». Ob sich die vorangehenden Tester keine Zeit nahmen, um das Ford-Flaggschiff kennenzulernen?

Am Heck des Edge sorgt Ford mit einem durchgehenden LED-Band für Wiedererkennungswert. play
Am Heck des Edge sorgt Ford mit einem durchgehenden LED-Band für Wiedererkennungswert. Timothy Pfannkuchen

Klar, beim Edge rührt Ford mit der grossen Kelle an. Und solche Dimensionen (4,81 Meter lang, 1,93 Meter breit) fordern ihre Eingewöhnungszeit. Diese haben wir aber erstaunlich schnell hinter uns.

Das liegt daran, dass der Edge einigermassen übersichtlich ist und zahlreiche Assistenten dafür sorgen, dass unser Herzschlag nicht an jeder Abzweigung in die Höhe schiesst.

Die amerikanische Art

Lassen wir die Stadt hinter uns, wird der Ruhepuls schnell zum meditativen Zustand. Wir geniessen die üppigen Platzverhältnisse, lassen uns von etwas Plastik im Innern nicht beirren und gleiten so souverän durchs Land, wie wir uns das vom edlen Ami erhofften.

Noch edler wirds übrigens im nächsten Jahr, wenn der Edge auch in der Nobel-Ausführung «Vignale» (ab 62'000 Franken) erhältlich sein wird.

Das Schiebedach und die grossen Fenster bringen viel Licht in den grosszügig bemessenen Innenraum. play
Das Schiebedach und die grossen Fenster bringen viel Licht in den grosszügig bemessenen Innenraum. Timothy Pfannkuchen

Der durchzugsstarke Zweiliter-Diesel ist zwar etwas rau, dank Biturbo-Aufladung und 450 Newtonmetern stemmt er den Zweitonnen-Koloss aber locker. Überzeugend: die tempoabhängig reagierende elektro-mechanische Lenkung und das Allradsystem.

Trotz klimatisierten Fahrten (samt Sitzkühlung) und flotten Tempi über ausländische Autobahnen kommen wir mit 8,3 l/100 km aus.

Unseren Puls doch noch in die Höhe zu treiben, schafft auch der Ford-Händler nicht: In der Schweiz ist die von uns getestete «Sport»-Ausführung des Edge ab 58'900 Franken zu haben.

Publiziert am 09.09.2016 | Aktualisiert am 16.09.2016
Technische Daten

Ford Edge «Sport» 2.0 TDCI

Motor: 2.0-R4-Biturbo-Diesel, 210 PS, 450 Nm@2000-3750/min, 6-Gang-DKG-Automat, Allradantrieb
Fahrleistungen: 0-100 km/h 9,4 s, Spitze 211 km/h
Masse: L/B/H 4,81/1,93/1,69 m, 2077 kg, Laderaum 800-1847 l
Verbrauch: Werk/Test 5,9/8,3 l/100 km, 152/219 g CO2/km, Energieeffizienz D
Preis: Ab 58'900 Franken (Basis: «Trend», 180 PS, ab 49'800 Fr.)

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6 Kommentare
  • Gabor  Posch 10.09.2016
    Zweifellos eine Augenweide. Aber wenn man schon mit einem Dieselpanzer dieser Dimension in den Krieg der Strassen ziehen muss, dann doch lieber mit einem Grand Cherokee der Dimension 3-Liter-Diesel mit 570 Newtonmetern und 250 PS. Der ist zwar nochmals gut eine halbe Tonne schwerer, aber wenn schon, denn schon ;-)
  • Florian  Demmler 10.09.2016
    Sieht interessant aus. Aber dann bitte mit dem V6 Benziner, so wie er auch in den USA angeboten wird. Mit einem R4-Dieselchen würde ich den wohl als untermotorisiert empfinden.
  • Karl  Piller 10.09.2016
    Ich begreife nicht, wieso mittlerweile das Heck immer abgeschrägt ist. Damit geht unnötigerweise Ladevolumen verloren. Und besser siehts auch nicht aus.
  • Christian  Bolliger 10.09.2016
    Der Edge ist ein amerikanischer Kleinwagen, resp. Klein-SUV. Das soll ein Flagship sein? Testet doch lieber den Ford Expedition oder wenigstens den Explorer!
  • Beat  Engelberger 10.09.2016
    Wieder einmal bitter, dass man uns hier mit fast dem doppelten Preis, von dem welcher in den USA verlangt wird abzockt!
    • Gabor  Posch 10.09.2016
      Lieber Herr Engelberger, die Amis fahren aber auch zwei davon in der Zeit, in der diese Wohlstandspanzer bei uns zum Coop und zurück bewegt werden. Von daher verdienen sich die Hersteller ihr Geld auch.