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Mal ganz im Ernst: Denken Sie beim Stichwort «Fahrdynamik» an Opel? Das lässt sich jetzt binnen drei Kurven ändern: Der Astra GTC treibt uns ein Dauergrinsen ins Gesicht. Er lenkt exakt und willig ein, wirft sich in Kehren wie ein Baby-BMW und ist mit seiner stoischen Spurtreue ein Vergnügen ohne feuchte Hände. Gut gemacht!
Der Trick: Im Gegensatz zu den braveren Fünftürern sind die Achsen neu konstruiert. Nicht nur die hat sich Opel etwas kosten lassen, sondern auch das coole Styling mit bulligem Heck: Nur Türgriffe, Antenne und Spiegel sind gleich wie beim «normalen» Astra. Nur Rasse und Klasse von A wie Augenweide bis Z wie Zentrifugalkräfte also?
Leider nein. Aus der breiten Palette trägt das Testauto den 1,6er Turbo mit 180 PS. Klar, schnell ist er, recht elastisch und das Getriebe fein. Im Alltag passts. Nur: Wo ist der Fun? Der schicke Look und das exzellente Fahrwerk hätten schlicht mehr Sound, mehr Zug und mehr Drehgier verdient. Aber im Sommer folgt der OPC – mit 280 PS!
Auf den freut man sich auch, weil der GTC sonst kaum Kritik einfährt. Logisch ist die Übersicht nach hinten mies, aber dafür der Fond reisetauglich und das Cockpit zwar unspektakulär, aber hochwertig. Und obwohl das Testauto nebst «Sport»-Ausstattung (2500 Fr. inkl. 18-Zoll-Räder) fette 20-Zöller (1100 Fr.) trägt, bleibt der Komfort gut.
Fazit: Schade, ist der 1,6-Liter-Turbo zu unaufgeregt. Denn optisch wie dynamisch entpuppt sich der Astra GTC als Vergnügen, das obendrein noch bezahlbar bleibt.