Erster Test: Der Cinquecento-SUV Fiat 500X Schein schlägt Sein

Mit dem 500X trifft Fiat stilistisch und sportlich voll ins Schwarze. Schade nur: Am Ende patzt dieser coole City-SUV im Test mit übertriebener Härte und untertriebener Qualität.

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Unser Test beginnt fröhlich: Ja, der gefällt uns. Nach dem ästhetisch fragwürdigen Van 500L trifft der 500X stilistisch so voll ins Schwarze wie der kleine 500 selbst. Mit diesem Design könnte der kriselnden Marke ein Hit im boomenden SUV-Segment gelingen. Der Mix aus cool und charmant sitzt auch im frechen Cockpit mit feinem Multimediasystem.

Die meisten Oberflächen sind fein gemacht, nur wenige Details (wie die Lüftungsdüsen) verraten den Spardruck. Aber das ist heute oft so, und dafür sitzt man erstmals in der 500-Familie gut. Nur hinten heisst Designschönheit leiden: nicht eng, aber kein Raumwunder.

In Kurven über Land staunen wir: Mensch, der kann ja richtig fetzen. Der 500X liegt satt und macht Laune – bis man normal fährt. Das Leben ist keine Rennstrecke, und so nervt im Testauto («Cross Plus» mit 18-Zöllern) die Härte: Sogar auf der Autobahn hoppelt er.

Auch der 140-PS-Diesel trifft auf ein geteiltes Echo: Kraft hat er genug, aber nagelt auch ganz schön. Der Neunstufenautomat arbeitet meist tadellos, aber ab und zu ruckt er mal.

Aber niemand ist perfekt, und auch Mini-Kunden mögens ja hart. Nur: Bei Kundenautos muss im Gegensatz zum Testauto bitte die Qualität stimmen: Für mit Extras über 43'000 Franken kassiert unser 500X die rote Karte für Dinge, die sich heute nicht mal mehr Amis erlauben: Nach Kaltstarts knarzen die Armaturen. Die Heckklappe schliesst mässig. Dann fliegt auf der Autobahn die Heckklappen-Griffleiste weg! Einfach so. Danke, das genügt.

Publiziert am 05.05.2015 | Aktualisiert am 06.05.2015

Fiat Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:

«Unser Fachmann bestätigt, dass aufgrund der Bruchstellen (siehe rote Markierung) die Griffleiste gewaltsam und mit viel Druck manipuliert worden sein muss (Vandalismus?). Als Folge davon hat sich dann die Leiste unglücklicherweise auf der Autobahn gelöst. Fest steht, dass sich die Griffleiste auf keinen Fall aufgrund von fehlerhaftem Material oder Windturbulenzen hätte lösen können. Zudem werden unsere Testfahrzeuge vor jeder Herausgabe geprüft und aufbereitet. Ein allfälliger Schaden an der Heckklappe war zum Zeitpunkt der Herausgabe des Testfahrzeugs nicht feststellbar.»

Der Schnellcheck: Fiat 500X 2.0 Multijet Automat 4x4

Antrieb 2,0-Liter-R4-Turbodiesel, 140 PS, 350 Nm/1750/min, 9-Stufen-Automat, 4x4
Fahrleistungen 0-100 km/h 9,8 s, Spitze 190 km/h
Masse L/B/H = 4,27/1,80/1,62 m, Gewicht 1675 kg, Laderaum 350-1000 Liter
Verbrauch Werk/Test 5,5/7,9 l/100 km = 144/208 g CO2/km, Energieeffizienz C
Listenpreis ab 33'000 Franken (Basis-500X: 1.6 E-Torq, 110 PS, 4x2, ab 19'990 Fr.)
Plus tolles Design, modernes Multimediasystem, gute Automatik, fahrdynamisch
Minus Verarbeitungsmängel, rauer Diesel, zu herbes Fahrwerk, nervige Warntöne

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6 Kommentare
  • Jean-Philippe  Ducrey 05.05.2015
    Nette Autos, doch leider ein Fiat sage ich, geprägt von 4 Wochen nagelneuem Fiat Marea mit geplatztem Ölkühler, Radlagerschaden, defekter Handbremse und defektem Steuergerät und einem Tag nagelneuem Alfa Romeo 156 mit Ventilschaden bereits nach 530km. Danach war Schluss mit Fiat. Ist zwar schon bald 20 Jahre her, doch ein Fortschritt ist scheinbar nicht ersichtlich....
    Fuhr vorher und fahre seither eigentlich pannenfrei mit allem, was nicht aus dem Hause Fiat kommt.
  • Roger  Maurer aus Neuenhof
    05.05.2015
    Selten so etwas hässliches gesehn. Und es gibt Leute die Geld ausgeben für so ein Ding?
  • John  Mueller 05.05.2015
    Fiat hat noch nie Qualitäts-Autos produziert. Eine Firma, die aus einer Krücke wie den Chrysler einen Lancia macht, hat die Kundenwünsche aus den Augen verloren und weiss nicht wie der Markt tickt..
    • Jean-Philippe  Ducrey 05.05.2015
      Es gab schon wirklich gut verarbeitete Fiat. Aber leider nur bis 1950. Und das war definitiv vor meiner Zeit.
  • steff  walther 05.05.2015
    Bekommt er also die rote Karte - und das für ein Kundenfahrzeug. Kein Wunder, das sind Zustandsmässig die schlechtesten innerhalb einer Garage. Doch schön dass ihr den Mini noch nicht getestet habt, denn der würde mit euren Testbedingungen gar nicht erst antreten.
  • Hans  Ruedi 05.05.2015
    Ich habe den als firmenwagen und muss sagen bin zu friden das mit dem holpern kann ich mir nicht vorstellen, evt habt ihr ein montags auto erwischt.. gibts bei jedem auto ;