Der Plug-in-Hybrid von Mercedes Sparen ist Luxus

S wie Science-Fiction: Als Plug-in-Hybrid zeigt die Mercedes S-Klasse, dass die Autozukunft auch unter Spannung spannend und garantiert entspannend bleibt.

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?

Top 3

1 Test: Infiniti QX30 Kein X-beliebiger!
2 Kia Niro im Test Als Anfänger gleich Profi
3 «Das Schweizer Auto des Jahres» im Test Renault Megane überzeugt alle!

Tests

teilen
teilen
15 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

In der City emissionsfrei, auf Reisen stromsorgenfrei – die Plug-in-Hybride kommen. Sogar in der Luxusliga. Laut Papierform packt die S-Klasse 33 elektrische Kilometer. In der Realität sinds «nur» 24, aber dies flott und mit sanftem Gasfuss gar ausserorts.

Einzige Crux: Ist der in zwei bis vier Stunden zuvor daheim geladene Akku leer oder gehts bergauf, durchbricht der V6 die Stille. Nicht, dass er laut wäre, aber flüsterleise wirkt noch edler. Die Antriebsmodi wechseln sanft, und selbst bei leerem Akku segeln wir oft elektrisch – und bei Bedarf gehen 442 PS ab wie vom Tuningteufel geritten.

Cool. Aber der Durst? Der Werkswert (2,8 l/100 km mit E-Anteil) ist zwar Unsinn. Die Testwerte von 6,9 Litern auf die ersten 100 Kilometer (davon 24 km E-Anteil) und 9,1 l/100 km auf Reisen ohne Laden sind für so eine Power-Wuchtbrumme prima.

Schade nur: Der im Laderaum liegende Akku wirkt wie später erst hineingebastelt. Umso futuristischer fällt der Rest aus. Der Radartempomat lenkt neu gar selbst und so gut, dass man es als nervig empfindet, die Hand am Lenkrad zu lassen (sonst schaltet er ab). LED-Dauerfernlicht macht die Nacht zum für andere blendfreien Tag, weil es entgegenkommende Autos ausspart. Komfortabler schweben nur Businessjets. Und wer in dieser Wellnessoase dirigiert oder hinten logiert, der hat es geschafft. Muss er auch: Mit Optionen kostet unser Test-S über 199'000 Franken.

Fazit: Dieser Plug-in ist Luxus, aber eine Demonstration des technisch Machbaren – und zeigt, dass Strom selbst in dieser Liga einige Liter spart – und seidiger macht.

Publiziert am 06.01.2015 | Aktualisiert am 06.01.2015

Mercedes-Benz S 500 Plug-in-Hybrid lang

Antrieb Benzin-E-Hybrid (V6+E-Motor), 442 PS, 650 Nm, Heck, 7-Stufen-Automat
Fahrleistungen 100 km/h 5,2 s, Spitze 250 km/h, E-Reichweite Werk/Test 33/24 km
Masse L/B/H 5,25/1,91/1,50 m, Gewicht 2215 kg, Kofferraum 395 Liter
Verbrauch Werk/Test 2,8 l + 13,5 kWh/6,9 l + 7,5 kWh/100 km = 65/160 g CO2/km, Energieeffizienz C
Preis ab 146'200 Franken (Basis: S 300 BlueTec Hybrid, 231 PS, ab 106'700 Fr.)
Plus extremer Komfort, perfekter Hybridantrieb, faszinierende Assistenzsysteme
Minus exorbitanter Preis, Akku verkleinert Kofferraum, Ladestecker in Stossstange

teilen
teilen
15 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden
autoscout24.ch

4 Kommentare
  • Felix  Egolf aus CHAM
    07.01.2015
    Es geht darum, dass Autohersteller auch in der Luxusklasse gemaess EU-Norm tiefe CO2 Werte verbuchen koennen 2015 ist die Schonfrist vorbei. Wer S-Klasse faehrt, foutiert sich um den tatsaechlichen
    Verbrauch. Nein, diese Hybridautos taugen kaum als Primus in Sachen Energieverbrauch.
  • Pascal  Meister , via Facebook 06.01.2015
    Ist denn ein simpler Diesel nicht sparsamer bei weniger technischem Aufwand? Leider gibts noch kaum Plug-in-Diesel-Hybride, und das einzige mir bekannte Modell Volvo V60 ist masslos überteuert.
  • Rolf  Bachmann aus Abuja
    06.01.2015
    6.9 bzw 9.1 l /100km soll sparsam sein ? Ich fuhr 2011 einen 530d ueber 50000km. Auch viel AB in DE mit 160km/h. Verbrauch 6.2l / 100km über die 50000 km.
    • Thomas  Rindlisbacher aus Zürich
      06.01.2015
      Sie wissen aber schon, dass Sie in Deutschland auf der Autobahn schneller fahren dürfen als in der Schweiz? :D