Leo Wundergut auf Entdeckungsreise am Genfer Salon Tenöre & Träume auf Rädern

  • Publiziert: 06.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Herbie Schmidt und Toini Lindroos (Foto)

Für BLICK ging Leo Wundergut und die Swiss Tenors auf Salonrundgang und wählte ihre nicht immer ganz ernst gemeinten Favoriten.

Ohne Zweifel, Leo Wundergut ist ein schräger Vogel. Sein Humor ist mal zuckersüss, mal beissend ironisch. Allein seine Biografie verweist auf seinen Eigensinn. Lange Jahre war er als Investmentbanker tätig, nun bringt er Opernarien mit Satire zusammen und tourt als Gesellschafts- Tenor, Entertainer und Bandleader durch die Schweiz.

Sein Song zur Schweinegrippe «Kein Schwein steckt mich an» brachte Wundergut vergangenen Herbst national in die Schlagzeilen, seither brummt sein Geschäft gewaltig. Wundergut und seine beiden Swiss-Tenors Ernst Müller-Thurgau und Benedetto Rubini waren auch Stargast an der Gala im BLICK-Café. Für BLICK ging das Trio auf Salonrundgang und wählte ihre Favoriten. Natürlich beweist Wundergut auch hier ziemlichen Eigensinn.

Deutsch-japanische Gründlichkeit

Lexus LFA – «Ich liebe die Perfektion dieses technischen Wunderwerks», schwelgt Wundergut-Tenor Ernst Müller-Thurgau beim Lexus-Supersportwagen LFA. «Und mit seiner Hybridtechnik bei fast allen Modellen ist Lexus so sauber – da wird unser Sinn für Reinlichkeit erweckt», ergänzt Wundergut. «Und meine deutsche Gründlichkeit», mahnt Müller-Thurgau.

Unvergesslich

Saab 93 – Saab karrte einige Uralt- Modelle nach Genf – um seine gloriose Vergangenheit ins Blickfeld zu Rücken. Leo Wundergut bekommt beim ersten Blick auf den Saab 93 (Jahrgang: 1955) feuchte Augen: «Als junger Mensch fuhr ich einen solchen Saab – im zarten Alter von 17 Lenzen durfte ich auf einem Schwedenpfeil gen Fahrprüfung streben. Mein allererstes Motorfahrzeug – unvergesslich.»

Die Seele Italiens

I.DE.A. Institute SOFIA – Benedetto Rubini fühlt sich zu italienischen Frauen, pardon Autos, hingezogen: «Bei soviel Rasse und Eleganz aus meiner Heimat kann ich einfach nicht widerstehen», meint der Vollblut-Tenor. «Immer das gleiche Theater», klagen die anderen.

Leo Wundergut ist eine Wunderkiste: Zum Repertoire des satirischen und stimmgewaltigen Comedian gehören neben Arien aus Oper, Operette und Musicals auch Schweizer Lieder. Zurzeit tourt er mit seinen Swiss- Tenors, dem legendären Kur und Bad Orchester und dem Programm «Konjunk’tour» durch die Schweiz.

Halbwahrheiten

Subaru Legacy – «Erinnerungen an unseren Auftritt im Vatikan werden wach», sinniert Wundergut, der mit den Swiss Tenors tatsächlich 2009 als Gast der Zürcher Regierung im Kirchenstaat konzertierte. «Da ein Doppelgänger das Papamobil bereits besetzt hat, müssen wir halt mit dieser absonderlichen Modellausprägung Vorlieb nehmen.» Wunderbar sonderbar.

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