TCS testet Autopiloten Ohne Fahrer gehts heute noch nicht

Oberklasse-Limousinen sind heute schon in der Lage, teilweise autonom zu fahren. Der TCS und die BfU haben die «selbständigen» Piloten von drei Modellen getestet.

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In modernen Autos kanns bis zu dreissig Fahrassistenten geben. Viele sind notwendig, damit Fahrzeuge auch teilweise selbständig fahren können. Dazu gehören der automatische Abstandsregler, Spurhalte- und Spurwechselassistent oder das Anpassen der Geschwindigkeit gemäss Verkehrszeichenerkennung. Der TCS hat diese und weitere Systeme zusammen mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) in der Mercedes E-Klasse, dem Tesla Model S und dem Volvo S90 getestet.

Heutige Oberklasse-Modelle können bereits teilautonom fahren. Sprich sie halten die Geschwindigkeit, passen sich ans Vorderfahrzeug an und können die Spur wechseln. play
Heutige Oberklasse-Modelle können bereits teilautonom fahren. Sprich sie halten die Geschwindigkeit, passen sich ans Vorderfahrzeug an und können die Spur wechseln. TCS
Fortschritte

Vor allem der Abstandstempomat und die Verkehrszeichenerkennung haben beachtliche Fortschritte gemacht und erhöhen dadurch Sicherheit und Komfort. Abzüge gabs bei Tesla und Volvo, weil das System rechts überholen zulässt, was in der Schweiz verboten ist.

TCS und BfU haben die so genannten «Autopiloten» des Volvo S90, des Tesla Model S und der Mercedes E-Klasse (v.l.) getestet. play
TCS und BfU haben die so genannten «Autopiloten» des Volvo S90, des Tesla Model S und der Mercedes E-Klasse (v.l.) getestet. TCS
Nachholbedarf

Der Spurhalteassistent mit Lenkeingriffen konnte dagegen nicht restlos überzeugen. Der Tesla hält sich als einziger wirklich in der Mitte der Fahrbahn. Mercedes und Volvo halten die Spur nur ungenau und die Systeme informieren den Fahrer schlecht darüber, wenn sie sich abschalten. Am besten eignen sie sich für Autobahnen. Auf Landstrassen sind sie dagegen (noch) überfordert und die Folge könnten schwere Unfälle sein. Leider arbeiten auch die Notbremsassistenten nicht immer ganz zuverlässig.

Eine Schwachstelle der Systeme betrifft einen extrem wichtigen Moment: Die Systeme informieren den Fahrer zu wenig auffallend, wenn sie überfordert sind und der Fahrer wieder für sie das Lenken übernehmen soll. play
Eine Schwachstelle der Systeme betrifft einen extrem wichtigen Moment: Die Systeme informieren den Fahrer zu wenig auffallend, wenn sie überfordert sind und der Fahrer wieder für sie das Lenken übernehmen soll. TCS
Fazit

Ohne den Fahrer gehts heute noch nicht. Die aktuellen Systeme sind weit davon entfernt, autonomes Fahren unfallfrei zu ermöglichen, da sie oft nur unter optimalen Bedingungen funktionieren. TCS und BfU gehen daher davon aus, dass der Fahrer erst ab etwa 2035 zum Passagier wird und das Auto absolut selbstständig fährt.

Die Ergebnisse im Detail

Die Ergebnisse des TCS-Tests im Detail. play
Die Ergebnisse des TCS-Tests im Detail. TCS
 

Publiziert am 25.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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