TCS-Ratgeber 2015 Wer zahlt den Wertverlust meines Eintausch-Wagens?

Francesco Greco (30) ist Experte Produkte-Test beim TCS – mit 1,5 Mio. Mitgliedern die grösste Mobilitätsorganisation der Schweiz. Für den BLICK klärt er Fragen rund ums Autofahren.

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Ich will ein neues Auto kaufen und meinen alten Wagen in Zahlung geben. Wer zahlt für den Wertverlust meines Eintauschwagens, wenn ich lange auf meinen Neuwagen warten muss?
Thomas Schneider, Zürich

Lieferverzüge des Verkäufers sollten stets im Vertrag definiert sein. Wichtig: Bei Musterverträgen kann es vorkommen, dass die gesetzlichen Verzugsfolgen vom Käufer bei Abnahmeverzug nach erfolgter schriftlicher Mahnung sowie erst nach unbenutztem Ablauf einer schriftlich angesetzten Nachfrist von 14 Tagen geltend gemacht werden können. Keine Entschädigung gibts für Lieferverzögerungen, die nicht durch den Händler sondern durch den Importeur oder Hersteller verschuldet wurden – z.B. bei Streiks.

Natürlich sollte der Garagist bestrebt sein, seinem Kunden eine möglichst ansprechende Lösung anzubieten. So bewerten etwa gewisse Markenvertreter das Eintauschfahrzeug schon bei Vertragsabschluss definitiv, unabhängig von der dann noch zu überbrückenden Lieferfrist. Oder das alte Fahrzeug wird schon bei Vertragsabschluss eingetauscht. Die Lieferfrist wird dann mit einem Ersatzwagen überbrückt. Zu solchen Dienstleistungen ist die Garage jedoch nicht verpflichtet, sie sind als Mehrwert beim Eintausch zu betrachten.

Publiziert am 08.04.2015 | Aktualisiert am 08.04.2015

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Dann richten Sie diese an: Redaktion BLICK, Stichwort «AutoBlick», Postfach 8099 Zürich oder per Email an auto@blick.ch.

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8 Kommentare
  • Pierre  Glöckli , via Facebook 08.04.2015
    Einige Modelle sind mit Sonderausstattungen extra für die Schweiz und nicht in der EU verfügbar, deshalb lohnt es sich nicht unbedingt in der EU einzukaufen. Ein Eintausch beim Händler sollten man vermeiden, da man in der Regel einen Verlust von 5000 - 6000 CHF macht. Immer privat verkaufen! I
    • Jean-Pierre  Wüthrich , via Facebook 08.04.2015
      @Pierre Geheim

      Ja genau - so muss man es machen. Das alte Fahrzeug privat verkaufen, nach Möglich noch frisch ab MFK beim TCS im Kanton Bern kann man das gratis machen, wenn man Mitglied ist und Privat verkaufen. Mit den Fahrzeug-Händler bei Neukauf, kann man dann noch mit dem Preis diskutieren, was man noch als Zubehör will, zum Beispiel DAB+, etc.
  • Timo  Glauser 08.04.2015
    Die Frage ist komplett falsch gestellt. Ich unterschreibe einen Kaufvertrag mit Eintausch des alten Fahrzeuges zum Zeitpunkt X. Soweit so gut. Wenn ich den Neuwagen erst mit einer Verzögerung von sagen wir mal 6 Monaten in Empfang nehmen kann, kann ich ja meinen jetzigen noch fahren, habe also noch einen Nutzen. Der Wertverlust geht dann natürlich weiter. Festzuschreiben wäre im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses allenfalls dieser Wertverlust pro gefahrenen Km bzw. pro Monat usw.
  • Jean-Pierre  Wüthrich , via Facebook 08.04.2015
    Wunderbarer Bericht von Francesco Greco.

    Jedes Fahrzeug ist halt ein Verlustgeschäft. Einige mehr oder weniger. Ein Fahrzeug verliert in den ersten 4 Jahren 50 Prozent an Wert. Man muss halt das einkalkulieren. Die Firmen rechnen auch ja mit Abschreibungen in den Buchhaltung.
  • Ralph  Baumann aus Leuzigen
    08.04.2015
    Lieber Herr Hagen
    Vielen Dank für den intelligenten Beitrag ihrerseits. Ich hoffe Sie erhalten Ihren Lohn auch in Euro zu den ortsüblichen Konditionen wo Sie Ihre Einkäufe tätigen.
  • Urs  Hagen , via Facebook 08.04.2015
    Wenn man ein Auto nicht über den offiziellen Importeur kauft sondern irgend wo her aus dem EU-Raum bekommt man es in der Regel viel schneller, in gewünschter Farbe und mit bestelltem Zubehör. Dazu noch billiger als positiver Nebeneffekt.
    • Pascal  Meister , via Facebook 08.04.2015
      Das ist Unsinn. Es gibt Automarken, bei denen ist der Nettopreis überall derselbe, z.B. bei Tesla. Für andere Autos muss der Schweizer Händler im Einkauf mehr bezahlen als der Endkunde in Deutschland! Das ist absolut unfair und Abzocke durch den Hersteller oder Generalimporteur. Man soll also immer vergleichen, am besten ohnehin einen Vorführ- oder Jahreswagen kaufen, Direktimport oder nicht, je nach Angebot.
    • Pierre  Glöckli , via Facebook 08.04.2015
      Genau Pascal Meister. Man sollte immer nach Austellungsfahrzeugen schauen, am besten zum Jahresende oder wenn ein Modellwechsel bevorsteht, da gibts dicke Rabatte, Sondermodelle viel Ausstattung und man kauft etwas ausgereiftes. Nie das neuste Modell kaufen, dass muss dann ständig in die Werkstatt und jeder Knopf kostet extra viel Geld.