Auf 6,39 Liter sank der Verbrauch von Neuwagen bis Ende 2011. Damit wurde die Vorgabe des Bundesamts für Energie BFE und der Autoimporteure geschafft. Freilich 3 Jahre zu spät.
Der Treibstoff-Verbrauch neuer Autos ist in den letzten Jahren zwar laufend zurückgegangen. Aber die Vorliebe der Schweizer für grössere und schwerere Autos sei ungebrochen, meldet das Bundesamt für Energie (BFE). Die verbesserte technische Effizienz der Neuwagen würde so zum Teil zunichte gemacht.
«Stimmt nicht», widerspricht Andreas Burgener, Direktor der Importeursvereinigung Auto-Schweiz. «Mehr als die Hälfte aller Neuwagenkunden haben 2011 ein Auto der besten zwei Effizienzkategorien A oder B gekauft.» Und auch das vom Bund vor 10 Jahren mit den Autoimporteuren vereinbarte Ziel, den Treibstoff-Verbrauch von Neuwagen im Schnitt auf 6,4 Liter zu senken, hätte man erreicht. «Wenn auch leider mit 3 Jahren Verspätung», gibt Burgener zu, «dafür aber ohne teure staatliche Lenkungsmechanismen.» Die erneute Gewichtszunahme bei Neuwagen (im Schnitt 1,8 % gegenüber Vorjahr) erklärt Burgener mit weiteren Sicherheitseinrichtungen wie verbessertem Fussgängerschutz oder durch die Zunahme von effizienten, aber schwereren Hybridautos.
BFE und Autoimporteure sind aber zuversichtlich, dass die ab 1. Mai in Kraft tretenden Vorschriften, wonach neue Autos ab 2015 im Mittel höchstens noch 130 g/km CO2 ausstossen dürfen, fristgerecht erreicht werden.
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