Tipps für Autoferien mit Kindern So quengelts nicht vom Rücksitz

Nach 27 Minuten wirds Kindern beim Autofahren langweilig. Die Expertin sagt, wie man verhindert, dass die Ferienreise zum Horrortrip wird.

  • Publiziert: 10.07.2012
  • Von Lorenz Keller
play Gibts Streit auf der Ferienfahrt mit der ganzen Familie, ist guter Rat teuer. Gute Planung hilft, dass es gar nicht erst stressig wird.

Fünf Stunden dauert die durchschnittliche Autofahrt in die Familienferien. Dies zeigt eine neue Umfrage des Naviherstellers TomTom bei über 4000 Müttern. Das Problem: schon nach durchschnittlich 27 Minuten wird es 2- bis 8-jährigen Kindern langweilig. Kein Wunder sagen 41 % der Mütter, dass die eigenen Kinder auf dem Rücksitz stressiger sind als ihre Arbeit. Und sich vor lauter Anspannung 36 % der Eltern auf den Reisen streiten.

Ist die Autoreise in den Süden mit Kindern also grundsätzlich eine schlechte Idee? «Nicht unbedingt», sagt Daniela Melone, Leiterin Beratung des Eltern Clubs Schweiz von Pro Juventute. So biete das Auto viel Privatsphäre, während man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln besser auf die Kinder einlassen könne.

Die Autofahrt kann aber auch zum Erlebnis werden. «Eltern können Quengeleien durch Beschäftigung, Ablenkung und Miteinbezug vorbeugen», sagt die Expertin. Etwa, indem der Nachwuchs schon bei der Reiseplanung einbezogen wird. Wichtig ist auch, genügend Pausen einzuplanen, damit sich die Kinder bewegen und austoben können.

«Aber Kinder brauchen keine permanente Unterhaltung und Ablenkung», gibt Daniela Melone zu bedenken. Das sei generell eine wichtige Botschaft bei vielen Beratungsgesprächen mit Eltern. «Kinder sollen auch mal einfach ihren Gedanken nachhängen dürfen. Langeweile zu geniessen ist eine Qualität.»

Reisen auf einer spannenden Route bieten an sich schon viel Anregung. «Und Autofahrten sind auch gute Gelegenheiten, um mit der ganzen Familie zu spielen.» Wortspiele etwa wie «Gegenteile suchen», Reimen, ABC-Wortsuchereien (Gemüse mit A, Gemüse mit B…) oder Wortschlangen (Regenschirm, Schirmständer, Ständerlampe…).

Sogar auf philosophische Diskussionen mit der ganzen Familie lassen sich Kinder gerne ein: Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? Was für ein Tier möchtest du sein? Wann warst du das letzte Mal traurig? «So verbringt man als Eltern wertvolle Zeit mit den Kindern und erfährt viel über ihre Gefühls- und Gedankenwelt», weiss die Expertin.

Von DVD-Entertainment oder portablen Spielkonsolen rät Daniela Melone nicht generell ab. "Aber durch dauernden Medienkonsum entgehen den Kindern wertvolle Reiseerfahrungen.

Beratung für Eltern

Der Eltern Club Schweiz der Pro Juventute bietet einen Rundum-Service für junge Eltern: u.a. eine 24-Stunden-Hotline, Rechts- und Medizinberatung, kostengünstige Live-Coachings, ein Online-Elternportal mit vielen Infos oder eine Notfall-Nanny-Vermittlung. Auf www.elternclubschweiz.ch oder unter 058 261 61 61 können sich Interessierte anmelden.

autoscout24.ch

Beliebteste Kommentare

  • Markus  Buser
    Viel geschrieben in dem Beitrag und doch nichts mitgeteilt. Das ist alles Theorie. Wenn es meiner langweilig ist, dann nützt auch ein Rätsel nichts. Das Problem ist, dass die Kinder in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Pausen ja, aber kaum eingestiegen gehts wieder los.

    Wir handhaben das immer so, dass wir dann fahren, wenn für die Kleine Schlafenszeit ist, fertig schluss. Das ist Einbindung des Kindes in die Reisezeit. Alles andere ist am Eisberg gekratzt.
  • Rudolf  Hunziker , Ag
    Ein verbreitetes Problem heutzutage ist, dass viele Kinder sich nicht mehr selber beschäftigen können. Kein Wunder, wenn die Eltern nonstop für Unterhaltung sorgen wollen und das Gefühl haben, zu jeder Minute präsent sein zu müssen. Unsere 4jährige Tochter geniesst es, Zeit für sich zu haben, Bücher anzuschauen oder mit sich und ihren Spielsachen beschäftigt zu sein. Längere Autofahrten oder Flugreisen rund um die Welt, alles kein Problem.
    • 10.07.2012
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Alle Kommentare (5)

  • Tamara  Büsser , via Facebook
    : richtig, alles nur theorie..dies kann gut ein paar minuten gehen, aber dann..ist das feuer erloschen und man möchte am ziel ankommen; und versucht doch bitte mal mit 2-jährigen kindern die noch nicht so gut sprechen können, ratespiele zu machen : finde auch, am besten fährt man dann, wenn für die kleinen schlafenszeit ist..ist am besten für alle beteiligten
    • 11.07.2012
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  • Rudolf  Hunziker , Ag
    Ein verbreitetes Problem heutzutage ist, dass viele Kinder sich nicht mehr selber beschäftigen können. Kein Wunder, wenn die Eltern nonstop für Unterhaltung sorgen wollen und das Gefühl haben, zu jeder Minute präsent sein zu müssen. Unsere 4jährige Tochter geniesst es, Zeit für sich zu haben, Bücher anzuschauen oder mit sich und ihren Spielsachen beschäftigt zu sein. Längere Autofahrten oder Flugreisen rund um die Welt, alles kein Problem.
    • 10.07.2012
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  • Camille  LaFontaine , Bern
    Fliegen. Kinder zu Hause lassen. Oder zu Hause bleiben.
  • Sepp  Gwerder
    Alles nur Theorie, wegen Ratespielen oder einbezug der Kinder in die Reiseplanung !!
    Das funktioniert ca. 30 Minuten, dann ists aus mit lustig....!!
    Ich sage nur eins; 1 DVD Player für die Kinder, mit Kopfhörer !!
    Das war die beste Anschaffung in unserem neuen Auto inkl.genügend Bewegungsfreiheit.
    Wir sind viel, längere Strecken unterwegs hier in Canada, nur schon für den normalen Einkauf, ca. jede Woche einmal, sind wir 3 Stunden unterwegs.
  • Markus  Buser
    Viel geschrieben in dem Beitrag und doch nichts mitgeteilt. Das ist alles Theorie. Wenn es meiner langweilig ist, dann nützt auch ein Rätsel nichts. Das Problem ist, dass die Kinder in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Pausen ja, aber kaum eingestiegen gehts wieder los.

    Wir handhaben das immer so, dass wir dann fahren, wenn für die Kleine Schlafenszeit ist, fertig schluss. Das ist Einbindung des Kindes in die Reisezeit. Alles andere ist am Eisberg gekratzt.

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