ZÜRICH - Was darfs denn sein? Klimaanlage, Ledersitze oder ein Bordcomputer? Die Liste der Auto-Extras ist lang und unübersichtlich. Bei den Vorlieben der Schweizer gibts grosse Unterschiede.
Wer sich ein Auto kauft der hat die Qual der Wahl. Vom Regensensor über Xenon-Scheinwerfer bis zu Bordcomputer und Alarmanlage: Die Hersteller übertreffen sich gegenseitig mit Extras, die dem Autofahrer das Leben erleichtern sollen.
Was sich die Schweizer im Auto wirklich wünschen, zeigt die Hitparade der Auto-Extras, die aus einer repräsentativen Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch hervorgeht. 900 Autofahrer wurden nach ihren Wünschen befragt.
Das mit Abstand beliebteste Ausstattungs-Extra ist die Klimaanlage. Bei fast neun von zehn Personen müsste sie in einem neuen Auto enthalten sein. Auf dem zweiten Platz folgt ein Element zur Verbesserung der Sicherheit: 75 Prozent der Autofahrer würden sich beim Autokauf auch für zusätzliche Seitenairbags entscheiden.
Mit der beheizbaren Frontscheibe belegt ein Feature den dritten Platz, das bei den kalten Temperaturen in den hiesigen Wintern nützlich ist. Nie mehr Scheibenkratzen vor der morgendlichen Fahrt ins Büro!
«Beim Autokauf sind die Schweizer weder Kalt- noch Warmblüter. Sie wünschen sich angenehme Temperaturen über das ganze Jahr», sagt Felix Schneuwly von comparis.ch.
Das Schiebedach, noch vor 30 Jahren ein oft geordertes Luxus-Extra, ist heute kaum mehr gefragt. Den letzten Platz in der Hitparade der Auto-Extras belegen Ledersitze, auf die bloss einer von fünf Autofahrern nicht verzichten möchte.
Die Beliebtheitsskala der Autofeatures unterscheidet sich deutlich zwischen Mann und Frau. «Männer achten stärker auf Zusatzausstattungen», sagt Felix Schneuwly. Am grössten ist der Unterschied beim Bordcomputer, den 52 Prozent der Männer und nur 24 Prozent der Frauen wünschen.
Auch bei den elektronischen Fahrerassistenzsystemen (70 Prozent der Männer, 47 Prozent der Frauen) oder beim Tempomat (61 Prozent der Männer, 42 Prozent der Frauen) sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern beträchtlich. «Elektronische Gadgets wecken das Kind im Manne», sagt Felix Schneuwly.
Eine Differenzierung nach Sprachregionen zeigt, dass Romands und Tessiner mehr Fahrhilfe wünschen als die Deutschschweizer. Für elektronische Fahrerassistenzsysteme würden sich 67 Prozent der lateinischen Schweiz entscheiden gegenüber 56 Prozent der Deutschschweiz. Die Einparkhilfe wird von 46 Prozent der lateinischen Schweiz und nur von 34 Prozent der Deutschschweiz gewünscht.
Allerdings zeigen sich beim Getriebe die Deutschschweizer wieder von der bequemeren Seite: 38 Prozent der Deutschschweizer möchten ein Automatik-Getriebe und nur 31 Prozent der Romands und Tessiner. Ein grosser Unterschied besteht bei der Alarmanlage: Im Tessin ist dieses Extra mit 61 Prozent häufiger gefragt als in den übrigen Sprachregionen (40 Prozent in der Romandie, 32 Prozent in der Deutschschweiz).
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