Ratgeber Verkehr Der Weg zum Führerausweis

Peter Förtsch (64) ist Autor von «Der Führerausweis», dem Fachbuch der schweizerischen Verkehrsregeln. Für BLICK beantwortet er Fragen zur Fahrpraxis.

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Mein Sohn wird 18 und möchte bald seine Fahrprüfung machen. Was muss er tun, und was wird das kosten?
M. Sigg, Bassersdorf

Der Weg zum Führerausweis führt über mehrere Stationen. Erst muss Ihr Sohn einen Nothelferkurs absolvieren. Frühestens einen Monat vor dem 18. Geburtstag kann er das Gesuchsformular beim Strassenverkehrsamt oder der Einwohnerkontrolle abgeben. Dazu benötigt er ein Passfoto, einen amtlich anerkannten Sehtest und den Nothelferausweis. Ihr Sohn muss diese Papiere persönlich zusammen mit der ID (oder Ausländerausweis) im Original am Schalter vorlegen.

Danach muss er die Theorieprüfung bestehen. Dazu gibts im Handel mehrere Übungsprogramme. Achten Sie darauf, dass originale Fragen und Lernhilfen der richtigen Antworten enthalten sind. «Wertvolle Tipps und Tricks», die angeboten werden, gibts in der Regel gratis im Web, rechtfertigen also keinen Mehrpreis. Das günstigste Angebot ist «Smartdriver» von Planet-L (49.80 Fr.). Es erfüllt alle Anforderungen, läuft auf allen Smartphones, Tablets oder PCs und wird mit einem sehr guten Theoriebuch geliefert. Man braucht nur Internetzugang.

Nach bestandener Prüfung erhält Ihr Sohn den Lernfahrausweis. Der ist zwei Jahre gültig. Ich rate, die Fahrausbildung bei einer Fahrschule zu absolvieren: Fahrlehrer sind geschult, in komplexen Situationen das Richtige zu trainieren. Zudem kann Ihr Sohn dann gleich den obligatorischen Verkehrskundeunterricht absolvieren. Für die praktische Prüfung den Fahrschulwagen verwenden. Meist nach 20 bis 30 Fahrstunden schätzt der Fahrlehrer Schüler als prüfungsreif ein und meldet sie zur praktischen Prüfung an.

Nach geschaffter Prüfung erhält Ihr Sohn den Führerausweis auf Probe. Für den unbefristeten Ausweis sind in den folgenden drei Jahren zwei Weiterbildungstage obligatorisch. Was die Fahrausbildung kostet, kann ich nicht pauschal sagen. Ich denke aber, je nach Vorwissen sollten Sie 2000 bis 3000 Franken kalkulieren.

Publiziert am 02.07.2015 | Aktualisiert am 02.07.2015

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Dann richten Sie diese an: Redaktion BLICK, Stichwort «AutoBlick», Postfach 8099 Zürich oder per Email an auto@blick.ch.

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7 Kommentare
  • Peter  Stierli aus Geroldswil
    02.07.2015
    In vielen Länder muss man mit dem Traktor einmal um den Bauernhof fahren und bekommt dann den Fahrausweis, vom Bürgermeister, für ein gerupftes Huhn. Ich sehe täglich mehr solche Fahrer auf unseren Strassen herumirren.
  • Alfred  Wenger aus Rümligen
    02.07.2015
    Herr Stoll Sie denken genau wie alle ich bin der beste und vor hundert jahren war nur ich bravo. Haben sie noch nich bemerkt das es viele auf der Strasse gibt die genau für sie bremsen dass es nicht knallt. Und noch etwas müssten Sie heute die Prüfung machen, ich denke das dies schlecht für Sie aussehen könnte. Aber lassen wir das sie sind ja eh der beste.
  • Jasmine  Boutellier 02.07.2015
    Ca 20 bis 30 std a ca 100 Fr plus Theorieunterlagen plus Bücher für Verkehrsunterricht plus die Prüfung plus den provisorischen Führerschein ergab vor 10 Jahren scon fast 3500 Fr. Ich glaube kaum das es günstiger geworden ist, da ja noch 2 Tage während der Probezeit dazugekommen sind.
    Eher 4000 Fr bis 4500 Fr einrechnen dann ist man auf der sicheren Seite.
  • Thomas  Maeder 02.07.2015
    Am wichtigsten ist es meiner Meinung nach, neben den Fahrstunden möglichst viel privat üben zu gehen. Meiner Meinung nach gibt es keinen "Trick", man muss es einfach immer und immer wieder üben, bis es geht, ohne dass man darüber nachdenken muss.
    • Konrad  Stoll , via Facebook 02.07.2015
      Richtig, Autofahren ist eine Routinesache, ohne viel Übung ist die Prüfung nicht zu schaffen. Routine kann aber beim Fahrlehrer nicht erworben werden, nur beim normalen fahren, mit einem routinierten Fahrer als Begleiter. Mein Fahrunterricht vor 50 Jahren setzte sich aus 5 Fahrstunden und 2 Theoriestunden zusammen, in den sicher schon Millionen von km auf div. Erdteilen kam es noch nie zu einem Unfall. Etwas Glück gehört natürlich auch dazu, ist beim Autofahren so.
    • Eddy  Chaeller , via Facebook 02.07.2015
      Falsch, denn so fängt man mit schlechten Angewohnheiten an die der Experte gar nicht sehen will und fällst durch die Prüfung.
    • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 02.07.2015
      Herr Maeder: Übung ja, aber bitte denken beim Lenken nicht vergessen. Zu viele fahren schon Gedankenlos auf den Strassen herum. Darum lenken und etwas dabei denken. Das ist meine Meinung. Von dieser Meinung halte ich nicht viel: Meiner Meinung nach gibt es keinen "Trick", man muss es einfach immer und immer wieder üben, bis es geht, ohne dass man darüber nachdenken muss. Wünsche gute Fahrt!