Diesel- und Elektroautos im Vergleich Mit Klimaanlage kommt man 15 % weniger weit

  • Publiziert: 27.08.2012
  • Von Lorenz Keller

Elektroautos punkten beim CO2-Ausstoss, schwächeln aber bei der Reichweite. Dies das Resultat eines TCS-Vergleichs.

Wie effizient sind Elektroautos wirklich? Der TCS untersuchte diese Frage zusammen mit der Technischen Universität Wien auf dem Prüfstand. Dazu mussten vier E-Mobile (Mitsubishi i-MiEV, Mercedes A-Klasse E-Cell, Smart Fortwo Electric Drive, Nissan Leaf) gegen einen sparsamen Diesel antreten (VW Polo Blue Motion 1.2 TDI).

Simuliert wurden unterschiedliche Fahrsituationen – von konstanter Autobahnfahrt bis Stop&Go in der Stadt. Das Fazit: Beim Fahrzyklus kamen die Elektromobile im Schnitt auf einen CO2-Ausstoss von 8 g/km. Berechnet mit dem Schweizer Strommix und «Tank-to-Wheel» (also ohne Batterieproduktion, Recyling usw.). Mit EU-Strommix wären es 71 g/km. Der Diesel-Polo dagegen stiess unter denselben Bedingungen auch nur 102 g/km CO2 aus.

Das Problem im Alltag ist aber die Reichweite. Wird z.B. bei einer Aussentemperatur von 30 Grad auf 20 Grad gekühlt, schrumpft die Reichweite um 15 %, egal bei welcher Antriebsart.

Das ist beim Polo mit bis zu 1000 Kilometern Reichweite pro Tankfüllung weniger schlimm also bei den E-Mobilen mit Reichweiten von nur 100 bis 170 km. Dazu kommt, dass sich bei den Elektroautos auch beim Heizen die Akkuleistung um bis zu 15 % verringert, während der Diesel mit seiner Abwärme heizen kann.

 

autoscout24.ch

Beliebteste Kommentare

  • Willi  Weiler , via Facebook
    "Berechnet mit dem Schweizer Strommix und «Tank-to-Wheel» also ohne Batterieproduktion, Recyling usw." Genau das ist doch das Problem bei Elektroautos und Hybriden - ein Prius ist wegen der Herstellung seiner Batterie unter dem Strich umweltschädlicher als ein Diesel. Überlegen Leute!
  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Stellt euch vor, alle fahren Elektroautos. Das ist im Jahr 2050 bei den heutigen Furzideen der Bundesrätinnen nur möglich, wenn AKW Strom aus Frankreich importiert wird, weil wir unsere abstellen liessen, und die Windrädchen und die Solarzellen zu ineffizient sind für 10 Millionen Einwohner. Träumt ruhig weiter. Die Zukunft wird anders aussehen als geplant.

Alle Kommentare (12)

  • Rene  Grunder , Bern
    spätestens wenn es kein Erdöl mehr gibt in 10,20,30,40 Jahren.. das weiss niemand, werden alle Elektro Fahren, und froh sein über die heutigen Pionierleistungen und ein paar Jahrzente später betrachten wir Verbrennungsmotoren gleich wie heute die Dampfloks: schön, aber schmutzig und nicht sinnvoll..
  • herby  gehri , Rüfenacht
    Fossile Treibstoffe Erdöl, werden einmal zur Neige gehen. Aktuelle Alternativ-Technologien sind Versuche "in den Kinderschuhen", diesem Umstand Rechnung zu tragen. Vielleicht werden wir in 200 Jahren für unser jetziges technologische Unvermögen kopfschüttelnd belächelt.
  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Stellt euch vor, alle fahren Elektroautos. Das ist im Jahr 2050 bei den heutigen Furzideen der Bundesrätinnen nur möglich, wenn AKW Strom aus Frankreich importiert wird, weil wir unsere abstellen liessen, und die Windrädchen und die Solarzellen zu ineffizient sind für 10 Millionen Einwohner. Träumt ruhig weiter. Die Zukunft wird anders aussehen als geplant.
  • Yves  Nox , via Facebook
    ja und das licht am tage? das benötigt auch strom!
  • michel  koeb , montady
    Elektroautos mit Dieselautos zu vergleichen ist eine Idiotie! Reichweite, Batteriemiete, Anschlusskonsole etc. ist doch kein Thema bei einem Diesel ! Absolut lächerlich......
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