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Verkäufer von Gebrauchtwagen sind die grossen Verlierer. (sda)
Eigentlich war 2011 für Autokäufer ein gutes Jahr. Neuwagen wurden dank Euro-Rabatten teilweise massiv günstiger. Prominentestes Beispiel: Mercedes senkte im August fast alle Modelle um 20 Prozent. Die Konkurrenz zog nach.
Für alle Autobesitzer hingegen war 2011 ein schlechtes Jahr. Die Euro-Rabattschlacht bei den Neuwagen wirkte sich auch auf den Occasions-Markt aus. Weil Neuheiten teilweise fast gleich viel kosteten wie ihre Vorgängermodelle, purzelten auch diese Preise.
Der gesamte Fuhrpark der Schweiz verlor dadurch deutlich an Wert. Bis zum Jahresende sanken die Preise für Occasionen um durchschnittlich zehn Prozent. Je neuer das Fahrzeug, desto grösser der Wertverlust.
Autos mit Jahrgang 2005 oder älter sind kaum betroffen. «Die höchsten Abschreiber erfolgten auf jenen Autos, die vor dem Verkauf lange herumstanden», sagt Peter Ballé von Eurotax.
Im Durchschnitt hat jedes der 4,2 Millionen Autos in der Schweiz durch den Euro-Rabatt-Effekt rund 860 Franken an Wert eingebüsst. Insgesamt sind es 3,6 Milliarden Franken, wie Eurotax ausgerechnet hat. Nimmt man die regulären Abschreibungen hinzu, war der Wertverlust der Schweizer Autos über 4 Milliarden im 2011.
Eurotax berechnet für die Autohändler den Wiederverkaufswert eines Autos. Ihre Preisvorschläge gelten in der Branche als Richtwert.
Gehören die Käufer von Neuwagen und Occasionen zu den Gewinnern, sind vor allem die Verkäufer von gebrauchten Fahrzeugen die grossen Verlierer. Meist überträgt sich die Ersparnis beim Neuwagenkauf 1:1 auf den tieferen Erlös für Gebrauchtwagen.
Zu den Verlierern gehören auch die Occasionshändler. Auch ihr Wagenpark verlor innerhalb eines Jahres 10 Prozent an Wert. Die Margen geraten unter Druck. Urs Wernli, Zentralpräsident des Autogewerbeverbands der Schweiz, zeigt sich besorgt: «Die hohen Wertverluste bei den Occasionen belasten die Schweizer Garagisten stark. Trotz wachsender Stückzahlen bleibt den Unternehmern unter dem Strich ein immer kleinerer Gewinn.»
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