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Fünf Türen, fünf Plätze und ein Schrägheck: Die Kompaktklasse bietet sozusagen die automobile Grundversorgung. Etwa jeder dritte Neuwagen in Europa gehört zu diesem Segment, so auch VW Golf, Ford Focus oder Opel Astra. Nun drängt auch noch Lexus mit dem neuen CT 200h in diesen hart umkämpften Markt.
Er soll künftig das Einstiegsmodell der Marke sein. Aber eben kein Massenauto: «Lexus bleibt eine Premium-Marke», betont Christian Wellauer, Chef von Lexus Schweiz. Schliesslich ist der CT200h auch der erste Kompakte mit Hybridantrieb. Sein 1,8-Liter- Benzinmotor wird von einem Elektromotor unterstützt. Der schiebt beim Beschleunigen mit an und wirkt beim Bremsen als Generator, speist also Energie zurück in die Nickel-Metallhydrid-Batterie.
Im Prinzip teilt sich der CT seinen Antrieb mit dem Prius des Mutterkonzerns Toyota. Aber nicht ohne Verfeinerungen: «Die Software haben wir komplett neu entwickelt», sagt Osamu Sadakata, bei Lexus für die Hybridentwicklung verantwortlich. Die Systemleistung dürfte etwas über den 136 PS des Prius liegen. Design und Fahrwerksabstimmung werden voll auf europäischen Geschmack abgestimmt – Asien und die USA als weitere Lexus-Märkte mögen das Schrägheck ohnehin nicht.
Auch der VW-Konzern plant kompakte Hybridautos – macht das den Lexus-Leuten Angst? «Entscheidend ist: Wer hats erfunden?», gibt Wellauer zurück. Jedes Konkurrenzmodell fache das Interesse am Hybridantrieb in der Öffentlichkeit neu an. Weil Lexus sein Image aber eng mit der Alternativtechnik verknüpft habe, profitiere seine Marke sogar davon. Wird es den CT auch mit konventionellem Antrieb geben? «Auf keinen Fall», beteuert Lexus-Deutschland- Chef Ulrich Selzer. Der auf 500 Exemplare limitierte Sportwagen LF-A werde der letzte Lexus ohne Hybridmodul sein.
Die Konzentration auf die Kernkompetenz ist sinnvoll: Beim 2009 lancierten SUV RX entscheiden sich in der Schweiz schon über 95 Prozent der Kunden für die Hybridversion. Die Markteinführung des CT ist fürs Frühjahr 2011 geplant. Damit kommt der Lexus klar früher als der für 2012 geplante VW Golf Hybrid. Neugier und Spannung dürften sich bis dahin halten: Noch gibt es weder Leistungsdaten noch Verbrauchswerte.