Der neue VW Golf ist da. Optisch nicht neu erfunden, technisch aber fortschrittlich. Und so bleibt alles wie es war: der Golf ist das beste Auto der Kompaktklasse.
Was stört mich am neuen VW Golf VII? Manchen fehlt vielleicht die Individualität. Doch wie soll es die bei einem Millionen-Seller geben? Obschon der Vorgänger punkto Qualität den Massstab setzte, legt der Neue diesbezüglich nochmals klar zu.
Die Modellauswahl ist riesig (wenn auch nicht gleich zum Verkaufsstart): Turbomotoren, moderne Diesel, Handschalter, Doppelkupplungs-Getriebe, 4x4-, Spar- und Sportmodelle – beim Golf VII gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Auch was die Sicherheits- und Assistenzsysteme betrifft. «Wir wollten mit dem neuen Golf das weltweit beste Auto seiner Klasse bauen», sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. Spurhalte- und Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung, Abstandstempomat, ESP, ABS, diverse Airbags, Müdigkeitserkennung und Lichtautomatik – der Golf verfügt über das gleiche umfangreiche Sicherheitspaket wie der grössere Bruder Passat.
Wir sind mit dem 1.4 TSI unterwegs. Der kleine 4-Zylinder (140 PS) hängt gut am Gas (0-100 km/h in 8,4 s, Spitze 212 km/h). Unter Last klingt der Turbo zwar etwas angestrengt, doch die Kombination mit dem 7-Stufen-DSG ist vorbildlich. Beim Fahren spüren wir nicht nur die gelungene Fahrwerksabstimmung sondern auch die Gewichtsreduktion. Der 1.4 TSI ist nicht mal 1,3 Tonnen schwer.
Gut, die Lenkung dürfte etwas direkter sein. Doch das Platzangebot ist ordentlich. Der Laderaum schluckt 380 bis 1270 Liter – mehr brauchts in der Kompaktklasse nicht. Vorbildlich das Cockpit: die Rundinstrumente lassen sich perfekt ablesen, die zum Fahrer hin geneigte Mittelkonsole ist exzellent.
Fazit: Der Golf bleibt auch in der siebten Generation das Mass aller Dinge. Die Preise starten bei 24 400 Franken (1.2 TSI mit 85 PS), den 1.4 TSI (122 oder 140 PS) gibt’s ab 28 000 bzw. 33 400 Franken.
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