VW Future Talk Intuitiv in die Zukunft

SonntagsBlick zu Besuch in der Entwicklungsabteilung des zweitgrössten Autoherstellers der Welt. Dabei verriet VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neusser, dass wir in Zukunft Tasten auf dem Touchscreen fühlen werden und den Autoschlüssel ruhig zuhause liegen lassen können.

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«Die beiden Jahrhunderterfindungen Auto und Computer rücken noch enger zusammen. Wir müssen die Mobilität der Zukunft noch intelligenter und vernetzter gestalten.» Das sagte VW-Konzernchef Martin Winterkorn Anfang Januar im Rahmen der Elektronikmesse CES in Las Vegas (USA). Wie sich VW die Verschmelzung von Auto und Computer genau vorstellt, zeigten die Wolfsburger diese Woche im neuen, werkseigenen Entwicklungszentrum. Auf sechs Stockwerken tüfteln hier rund 1200 Ingenieure und Techniker an der Zukunft des Automobils. «Die Hybridisierung unserer Modelle wird immer wichtiger, um die CO2-Ziele zu erreichen», erklärt VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neusser. «Ohne Computerelektronik an Bord wären Elektro- oder Plug-in-Hybridautos undenkbar.» Doch auch die Digitalisierung nimmt eine immer wichtigere Rolle ein. Intuitiver, innovativer, vernetzter – das sind die Zauberworte. Smartphones, heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, können immer einfacher mit den modernen Infotainmentsystemen verbunden werden. Ebenfalls im Fokus: das Bedien- und Anzeigenkonzept des Cockpits. «VW hat schon vor zehn Jahren die erste Generation Touchscreens in die Innenräume gebracht. Auf diesem Weg werden wir bleiben. Doch wir verbinden die Technik in Zukunft mit intuitiver Bedienung wie der Gestensteuerung», führt Neusser aus. Schon in den nächsten Jahren werden die Technologien Einzug in neuen VW-Modellen halten.

Maximale Vernetzung
Fast jeder Autobauer bietet heute die Möglichkeit, Smartphones per Bluetooth mit dem Infotainmentsystem des Fahrzeugs zu koppeln. Als einer der ersten Hersteller will VW mit «App Connect» nun die wichtigsten Smartphone-Betriebssysteme ins Auto integrieren. Neben dem letztes Jahr eingeführten «MirrorLink» - mit dem die Oberfläche des Smartphones auf das Fahrzeugdisplay gespiegelt wird – sollen noch in diesem Jahr die Softwareschnittstellen «Android Auto» (Google) und «CarPlay» (Apple) verfügbar sein. Der Fahrer erhält so die Möglichkeit, eine Vielzahl von Apps über das Infotainmentsystem zu nutzen.

Smartphone wird Smartkey
Was wäre praktischer, als das Smartphone als Autoschlüssel zu verwenden? Genau das soll bei VW bereits in wenigen Jahren möglich sein. Die App «Digital Key» stellt via Bluetooth die Verbindung zum Auto her und öffnet die Türen. Wird das Phone in der Mittelkonsole abgelegt, kann der Motor gestartet werden – ganz ohne Funkschlüssel in der Tasche. Die Ermächtigung für die Nutzung seines Autos kann aber auch an Freunde oder Familie übertragen werden – weltweit. Besonders interessant dürfte das System somit für Mietwagenfirmen oder fürs Carsharing sein.

Das Cockpit der Zukunft
Neben der Bedienung per Touchscreen will VW in Zukunft vermehrt auf Annäherungs- und Gestensteuerung im Cockpit setzen. Dank spezieller Sensoren erkennt das System Wischbewegungen, womit u.a. das Schiebedach geöffnet und geschlossen oder der nächste Song gewählt werden kann. Neben dem bereits erhältlichen volldigitalen «Active Info Display» für Tacho und Fahrinfos hält zudem ein 12,8 Zoll grosser, frei individualisierbarer Hauptbildschirm sowie darunterliegend ein 8,0 Zoll grosses «Control Center» für Klima- und Fahrzeugfunktionen Einzug. Der Clou: Wie bei mechanischen Tasten spürt man die Übergänge der einzelnen Felder und erhält ein haptisches Feedback beim Drücken. Damit soll die Ablenkung des Fahrers verringert werden.

Publiziert am 11.05.2015 | Aktualisiert am 11.05.2015
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1 Kommentare
  • Walo   Besch aus Trin Mulin
    12.05.2015
    Was soll ich mit einem übermotorisierten PC auf Rädern? Ich bin durchaus noch in der Lage, selbstständig von A nach B zu fahren, dazu brauch ich ein "Fahr"zeug, mit sparsamer Motor mit dem man im Verkehr mithalten kann, eine gute Bremse und gut ist. Ich kann meine Türen noch selber schliessen, die Rückspiegel von Hand einstellen, diese müssen auch nicht geheizt sein und der ganze, teure "Elektroschrott" brauche ich nicht. Dafür dürfte das Auto günstiger und einfacher zu reparieren sein.