VW E-Bugster Träumen muss erlaubt sein

Ein sportlicher Mittelmotor-Roadster wird für VW-Fans wohl ein Traum bleiben. Aber vielleicht kommt bald ein offener Beetle-Zweisitzer.

  • Publiziert: 06.08.2012
  • Von Stefan Grundhoff

Nicht nur in China rollt VW seine Produktpalette eindrucksvoll aus. Am Laufmeter werden auch auf den anderen Märkten Lücken geschlossen und Innovationen platziert. Und VW will emotionaler werden, und da kommt die nächste Generation des Beetle Cabrio gerade recht. Wenn der offene Käfer Ende Jahr in Los Angeles Premiere feiert und im Frühling 2013 in den Handel kommt, dürfen Sonnenanbeter gar von einer zweiten Version träumen. Ein Speedster im Blechkleid des VW Beetle scheint keine Spinnerei. Als Elektroversion gibts sogar schon ein Einzelstück.

Bullige Schürzen, LED-Haken als Tagfahrlicht und ein nennenswerter Heckspoiler; die Schulter hoch, die Dachlinie flach – beeindruckend. Die ausgestellten Radhäuser machen den E-Bugster drei Zentimeter breiter als das spätere Beetle-Serienmodell. Für mehr Sportlichkeit wurde der Frontscheibenrahmen um sechs Zentimeter abgeschnitten und die Neigung reduziert. Die Idee eines Bugsters ist nicht neu, doch dieses Mal soll er mehr als ein Designkonzept werden. Das strahlend weisse Einzelstück verfügt über einen 115-PS-Elektromotor mit 270 Nm, der mit demjenigen des kommenden E-Golf weitgehend identisch ist. Damit geht der Prototyp schwungvoll zur Sache und surrt munter den Hügel hoch. Mit dem Fahrkomfort ist es trotz ordentlicher Verarbeitung nicht weit her. Die 20-Zöller im Retrolook sehen zwar toll aus, machen den Innovationsträger aber ungewöhnlich hart. „Die Batterieanordnung ist gegenüber dem Golf etwas verändert. Das 200 kg schwere Zellenpaket baut kürzer und höher. Es befindet sich komplett hinter den Sitzen, damit der Kofferraum erhalten bleibt“, verrät Projektleiter Dzemal Sjenar. Das zusätzliche Gewicht über der Hinterachse macht den E-Bugster gar noch sportlicher, denn die Gewichtsverteilung ist besser als beim Verbrenner.

Im Innenraum bietet der E-Bugster einige nette Überraschungen. Hingucker ist der elektrische Pulsschlag, der beim Starten durch die weissen Designpaneele des Armaturenbretts wandert. Sehenswert und mit vorausschauendem Realitätsbezug das grosse TFT-Display, über das sich verschiedene Fahrzeugfunktionen bedienen lassen. Bleibt zu hoffen, dass VW mutig genug ist, den Bugster auch in Serie zu bauen.

autoscout24.ch

Alle Kommentare (2)

  • Peter , Winterthur
    Toll gemacht finde ich. Mit einem Hauch von Porsche in Form des seitlichen Schriftzuges und den Felgen welche stark an Füchse erinnern.
    • 06.08.2012
    • 10
    • 1
  • Heinz  Muenger
    Vom Design her ein gelungener Wurf. Schöner Cabrio-Kleinwagen mit einem kleinen Hauch von VW-Nostalgie... Und gerade in weiss und diesem Interieur ist er eine frische Erscheinung. Fragt sich nur noch, in welcher Höhe sich die Kosten einpendeln?
    • 06.08.2012
    • 20
    • 2

Top 3

1 Chevrolet Corvette Pace-Car Diese Corvette startet ganz vornebullet
2 Aston Martin 100CC Zurück zu den Wurzelnbullet
3 24 h Rennen am Nürburgring Kurz aber heftigbullet

News & Trends