Skoda Octavia gegen VW Golf Stürzt der Bestseller vom Verkaufs-Thron?

Seit 40 Jahren in Folge ist der VW Golf der meist verkaufte Neuwagen in der Schweiz. Nun könnte er Ende Jahr erstmals vom Skoda Octavia an der Spitze der Verkaufshitparade abgelöst werden.

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Schon seit längerem wird der seit vier Jahrzehnten in der Schweiz ununterbrochen an der Spitze der Neuwagen-Verkaufsstatistik liegende VW Golf bedrängt. So hatte bereits im Sommer 2014 und 2015 der Skoda Octavia zur Halbzeit die Nase vorn.

Doch mit einem Endspurt in der zweiten Jahreshälfte vermochte der Golf jeweils zu kontern, zog am Octavia vorbei und verteidigte so seine Leaderstellung erfolgreich.

Ende dieses Jahres könnte es nun erstmals zu einem Wechsel an der Spitze der Neuwagen-Verkaufsrangliste kommen. Denn heuer liegt auch nach zehn Verkaufsmonaten der Skoda Octavia mit 9620 Verkäufen weiterhin vor dem VW Golf mit 9211.

Neuer Golf

VW gibt den Verkaufs-Thron natürlich nicht kampflos preis: DER Bestseller der Neuzeit (über 33 Millionen Golf-Käufer können nicht irren) erhält in seiner siebten Generation eine Modellpflege.

Die überarbeiteten Golf-Varianten sollen die Verkäufe auch hierzulande wieder ankurbeln. play
Die überarbeiteten Golf-Varianten sollen die Verkäufe auch hierzulande wieder ankurbeln. Werk

Wie gewohnt fällt diese optisch unspektakulär aus, nur eingefleischten Fans dürfte die leicht veränderte Front- und Heckpartie mit neuen Stossfängern und den nun serienmässig verbauten Voll-LED-Rückleuchten und LED- statt Xenon-Scheinwerfern auffallen. Neue Farben und Felgen sowie grössere Auspuffblenden beim GTI runden das äussere Upgrade ab.

Innen scheint es auf den ersten Blick neben neuen Dekorblenden und Stoffen kaum etwas Neues zu geben. Das ändert sich aber, sobald die Elektronik zum Leben erwacht. Dann erstrahlt das neue 12,3 Zoll Active-Info-Display des Golf in voller Pracht.

Das voll digitalisierte Kombi-Instrument mit zahlreichen interaktiven Funktionen realisiert alle Instrumente in virtueller Form. Das neue Infotainmentsystem «Discover Pro» will neue Massstäbe im Kompaktsegment setzen. Wer nach gewöhnlichen Tasten und Reglern sucht, greift ins Leere. Die gibt es schlicht nicht mehr. Die Bedienung erfolgt allein über den Touchscreen oder via Gestensteuerung.

Knöpfe und Regler sind von gestern. Im neuen Golf wird alles über den 12,3-Zoll-Touchscreen oder mittels Handbewegungen gesteuert. play
Knöpfe und Regler sind von gestern. Im neuen Golf wird alles über den 12,3-Zoll-Touchscreen oder mittels Handbewegungen gesteuert. Werk

Im neuen Golf kann aber nicht nur gesessen und auf Bildschirme geschaut, sondern auch von A nach B gefahren werden. Dafür sorgen neben neuen Assistenzsystemen («Emergency»-Assistent, neue Fussgängererkennung und ein Stauassistent, der teilautomatisiertes Fahren bis Tempo 60 ermöglicht) auch ein neuer Motor. Der neue 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner leistet 150 PS und verfügt über eine variable Zylinderabschaltung. Ihm soll bald eine 130 PS starke BlueMotion-Version folgen.

Sportfreunde dürften sich über eine weitere Neuerung freuen: Den Golf GTI gibts neu mit 230 beziehungsweise 245 PS.

Für alle Golf-Versionen gilt zudem: Ein neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe löst sukzessive das Sechs-Gang-DKG ab. Preislich dürfte sich beim überarbeiteten VW Golf VII kaum etwas ändern, dazu ist der Wettbewerb in der Kompaktklasse zu umkämpft.

Octavia wird ebenfalls aufgefrischt

Erhofft man sich bei VW nach der Modellpflege neue Verkaufsimpulse für den Golf, kann der Octavia diesbezüglich allerdings mitziehen. Auch der Kassenschlager der tschechischen VW-Tochter wird im Frühling 2017 überarbeitet und erhält eine neue Front mit «Vier Augen»-Gesicht (LED-Doppelscheinwerfer).

Wie beim Golf fallen auch beim Octavia (der bei uns fast ausschliesslich als Kombi verkauft wird) die optischen Neuerungen dezent aus. Dafür wird das Interieur deutlich aufgewertet. Die Bedienung wird dank eines neuen 9,2-Zoll-Bildschirms und modernisierter Rundinstrumente einfacher. Das Smartphone lässt sich induktiv laden und auch ein WLAN-Hotspot ist künftig mit an Bord.

Die Modellpflege ist an der neuen «Vier Augen»-Front zu erkennen. play
Die Modellpflege ist an der neuen «Vier Augen»-Front zu erkennen. Werk

Und natürlich macht auch der Personalisierungs-Trend vor dem Octavia nicht Halt. Fahrmodi, Sitzeinstellung, Beleuchtung und Klimatisierung lassen sich für drei verschiedene Fahrer auf dem Schlüssel abspeichern. Nicht nur der VW Golf tritt also 2017 mit frischer Technik an, sondern auch sein grösster Rivale Octavia.

Extreme VW-Dominanz

Neuwagen-Verkäufe in der Schweiz

Analysiert man die Neuwagen-Verkaufszahlen des laufenden Jahres, so scheint der Abgasskandal in der Schweiz Volkswagen und deren Importeurin Amag nicht geschadet zu haben. Im Gegenteil: Nicht weniger als fünf VW-Modelle gehören zu den zehn meist verkauften Modellen. Und zählt man die VW-Konzerntöchter und Amag-Importmarken Skoda und Audi dazu, wird die Dominanz noch erdrückender.

 

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Patrick Bizzarri
Publiziert am 13.11.2016 | Aktualisiert am 13.11.2016
Extreme VW-Dominanz

Neuwagen-Verkäufe in der Schweiz

Analysiert man die Neuwagen-Verkaufszahlen des laufenden Jahres, so scheint der Abgasskandal in der Schweiz Volkswagen und deren Importeurin Amag nicht geschadet zu haben. Im Gegenteil: Nicht weniger als fünf VW-Modelle gehören zu den zehn meist verkauften Modellen. Und zählt man die VW-Konzerntöchter und Amag-Importmarken Skoda und Audi dazu, wird die Dominanz noch erdrückender.

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9 Kommentare
  • Stefan  Schmidt , via Facebook 13.11.2016
    Seit 40 Jahren auf Platz 1 der Verkaufsstatistik. Na, so schlecht kann der Golf dann ja doch nicht sein. Es sei denn, die Schweizer sind mehrheitlich Hinterwäldler und man ihnen 40 Jahre lang etwas Schlechtes verkaufen ohne, dass sie es merken. Nein, die Schweizer schätze ich da viel pfiffiger ein, nicht wahr? Gruß vom Lieblingsnachbarn.
  • Sandra  Blow aus Winterthur
    13.11.2016
    Ich finde es schlimm, wenn man weiterhin für die Marken aus dem VW-Konzern Werbung macht. Audi - Vorsprung durch Technik stimmt eben auch nicht - da wird gelogen. Skoda nach 3 - 4 Jahren eine gern gesehene Marke in der Werkstatt. Eigentlich sollte es für alle diese Marke ein Kaufsverbot geben. Wissen eigentlich alle Fahrer, wem der VW zu verdanken ist? Es wahr ein furchterregender Mensch, Österreicher von Geburt und Herrscher des dritten Reichs - er hat die Initialzündung zum Volkswagen gegeben.
    • Stefan  Schmidt , via Facebook 13.11.2016
      Der Frau Blow muss eine VW Fahrerin ihren Freund ausgespannt haben. Anders lässt sich diese weibliche Kratzbürstigkeit nicht erklären.
  • Peter  Balu J , via Facebook 13.11.2016
    Ein bisschen Viel Werbung für eine Marke, die ums Überleben kämpft. Müssen Werbe-Artikel nicht als Sponsored Post gekennzeichnet sein?
  • Hans  Blattmann 13.11.2016
    Ich kenne keinen Skoda-Fahrer, der nach 3 Jahren noch gut von seinem Auto spricht. Gerade wenn man sich ein gehobenes Niveau gewohnt ist, fällt einem in einem Skoda einfach sofort die schlechte Innenraum-Dämmung auf. Man hört die Aussengeräusche und den Motor etwa so gut wie bei einem Golf Jahrgang 1990. Sowas will ich nicht und wieso sollte ich einen VW kaufen, wenn ich für weniger Geld und mehr Ausstattungsmöglichkeiten einen zuverlässigen Opel (GM) kaufen kann? Jeder selber Schuld.
  • Heinrich  Hardliner 13.11.2016
    Sehr schade das ein Golf einem Skoda platz machen muss
    VW ist selber schuld wenn sie gute Produkte in schlechtere Autos verbaut und danach Umsatzrückgänge hat weil sie s zu einem günstigeren Preis anbieten.