Rinspeed Oasis Ein Garten auf Rädern

Der Oasis ist die nächste Entwicklung der Schweizer Ideenschmiede Rinspeed. Gut möglich, dass auch diese wie zahlreiche Rinspeed-Kreationen erst belächelt, bald aber kopiert wird.

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Wer hats erfunden? Autokreateur Frank M. Rinderknecht (60) natürlich! Der Schweizer Düsentrieb aus Zumikon ZH präsentiert mit dem Rinspeed Oasis den nächsten Wurf, der die Autowelt revolutionieren soll. Das Konzeptfahrzeug wird an der Tech-Messe CES in Las Vegas im Januar 2017 offiziell vorgestellt.

Radieschen als Beifahrer

Die ersten Bilder zeigen: Auch beim Oasis hat Visionär Rinderknecht verblüffende Ideen in petto. Mit grossen Glasflächen und verkleideten Rädern wirkt das Elektro-Mobil ziemlich futuristisch.

Rinspeed kündigt an, dass sich der zweisitzige Flitzer beinahe auf der Stelle drehen kann und mit «vielen technischen Leckerbissen» ausgestattet sein wird.

Der Innenraum des Oasis wirkt wie ein Wohnzimmer: Sessel, Klapptisch und TV gehören genauso zur Ausstattung wie eine kühl- und heizbare Schublade im Heck. Die Windschutzscheibe wird auf Wunsch zum Riesen-Bildschirm.

Und die Grünfläche unterhalb der Windschutzscheibe? Der kreative Eidgenosse nennts «Urban Gardening auf Rädern» und stellt sich vor, dass darin Blumen oder Radieschen aufgezogen werden.

Erst belächelt, dann kopiert

Rinspeed tüftelt unermüdlich an der mobilen Zukunft. Seit 1995 wird am Genfer Autosalon und seit letztem Jahr auch an der CES in Las Vegas (ganz nahe am Zukunfts-Labor Silicon Valley) mindestens ein Rinspeed-Konzept-Fahrzeug enthüllt.

Ob autonomes Fahren im Etos oder XchangE, Carsharing wie beim MicroMax oder einfach Spass und Effizienz unter einem Faltdach wie beim BamBoo – die Schweizer Ideenschmiede scheint der Autobranche immer einen Schritt voraus zu sein.

Rinspeed Oasis: Innovation auf Rädern play
Rinspeed-Chef Frank M. Rinderknecht verblüfft die Autowelt mindestens einmal jährlich mit einer gewagten Idee. Werk

Wenn kopiert zu werden ein Kompliment ist, kann sich Rinderknecht kaum vor Komplimenten retten. So zeigte Rinspeed am vorletzten Genfer Autosalon den Budii – einen autonomen E-Van voller Multimedia. Zehn Monate später zeigte VW an der CES Las Vegas den Budd-e – einen autonomen E-Van voller Multimedia. Verblüffend auch, dass seit diesem Jahr auf dem ETH-Campus in Lausanne Microbusse verkehren, die dem MicroMax auffallend gleichen.

Die Rinspeed-Innovationen von 2000 bis 2016 gibts in der Bildergalerie zu sehen.

Publiziert am 07.10.2016 | Aktualisiert am 11.10.2016
Rinspeed-Chef Frank M. Rinderknecht

Geld verdienen? Nebensache!

Wie finanziert sich die Zumiker Ideenschmiede? Autoredaktor Raoul Schwinnen ging dieser Frage anlässlich des letzten Genfer Autosalons im Gespräch mit Frank M. Rinderknecht im Migros-Magazin nach. Ein Interview-Auszug vom 21. März 2016.

Raoul Schwinnen: Solche Einzelanfertigungen kosten viel, lassen sich aber kaum verkaufen. Verdienen Sie damit Geld?
Frank M. Rinderknecht:
Geld war nie meine Hauptantriebsfeder. Vielmehr treibt mich meine Passion an. Ich wollte immer machen, was ich gerne mache. Was man gerne macht, macht man gut. Was man gut macht, bringt Erfolg. Und Erfolg bringt meist auch Geld.

Sie weichen aus…
(lacht) Ich habe vor acht Jahren das Tuninggeschäft verkauft. Es lief zwar super, aber ich hatte keine Freude mehr daran. Ich wollte nicht «nur» Autos umbauen, sondern Neues kreieren. Seit November 2015 besteht die Firma Rinspeed nur noch aus mir. Ich biete aber von Brainwork bis Hardware alles an. Ich habe konsequent alles ausgelagert – von der Putzfrau und der Buchhaltung über das Design bis zum Engineering. Aber mein Kopf entwickelt nach wie vor Ideen. So kann ich mich frei bewegen, kreativ sein und netzwerken. Dieses System funktioniert prima, und die weltweite Wahrnehmung ist in Relation zur Beschäftigtenzahl ziemlich eklatant…

Was bezwecken Sie mit Ihren fantasievollen Kreationen?
Im Prinzip sind wir eine Kommunikationsagentur. Wir bieten innovativen Zulieferern, die ihren Kunden markenneutrales Technologie-Know-how und Trendwissen demonstrieren wollen, eine Plattform in Form unserer Fahrzeugstudien. Gerade bei den Messeauftritten dieses Jahr in Las Vegas und Genf haben uns wieder zahlreiche Manager von Google, Apple, aber auch Tesla und weiteren Autoherstellern, besucht und die neuesten Technologien unserer Fahrzeugpartner studiert.

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