Neue Sicherheitsstudie Handy am Steuer gefährlicher als Alkohol

Laut einer neuen Studie des Versicherers Allianz gibts bei Autounfällen in der Schweiz mehr Schwerverletzte durch Ablenkung als durch Alkohol.

Die Ablenkung des Fahrers durch Smartphones hat den Alkohol als wichtigeste Unfallursache auf Schweizer Strassen abgelöst. play

Die Ablenkung des Fahrers durch Smartphones hat den Alkohol als wichtigeste Unfallursache auf Schweizer Strassen abgelöst.

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Wer hat sich nicht schon darüber aufgeregt: Die Ampel wird grün, doch das vorderste Auto fährt nicht los, weil der Fahrer gerade auf sein Smartphone schaut. Die Ausnahme? Mitnichten! Eine Studie der Versicherung Allianz mit 1600 Befragten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: Rund 40 Prozent der Autofahrer haben das Smartphone schon während der Fahrt benutzt. Jeder Fünft checkt dabei WhatsApp oder SMS, sieben Prozent haben sogar schon während der Fahrt eine Nachricht geschrieben.

Wichtigste Unfallursache

Deshalb hat Ablenkung den Alkohol als wichtigste Unfallursache abgelöst. Noch sorgen angetrunkene Fahrer mit 30 Todesfällen auf Schweizer Strassen für mehr Verkehrstote als die Ablenkung (19 Tote). Dem stehen jedoch 450 Schwerverletzte durch abgelenkte Automobilisten gegenüber – 130 mehr als durch alkoholisierte. Der Leiter Schaden bei Allianz Suisse, Markus Deplazes: «Alkohol am Steuer ist heute gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert. Zu dieser Haltung müssen wir auch beim Smartphone am Steuer kommen.»

Neben den Smartphones lassen sich Autofahrer auch von den integrierten Multimediasystemen mit Navi, Radio, etc. ablenken. play
Neben den Smartphones lassen sich Autofahrer auch von den integrierten Multimediasystemen mit Navi, Radio, etc. ablenken. Allianz
28 Meter Blindflug

Das Problem sind aber nicht nur Smartphones, sondern auch die Multimediasysteme. 76 Prozent der Autofahrer lassen sich durch die vielfältige Technik wie Navi oder Radio ablenken. Ein grosses Gefahrenpotential: Wer bei 50 km/h zwei Sekunden nicht auf die Strasse schaut, legt 28 Meter im Blindflug zurück. Das ist mehr als eine Hallenbadlänge.

Multimediasystem sperren

Die Allianz fordert deshalb, dass solche Funktionen für den Fahrer während der Fahrt für Eingaben über das Hauptmenü gesperrt sind. Grundsätzlich müsse die Bedienung der Multimediasysteme einheitlicher und einfacher werden und Notbrems-Assistenten gesetzlich zum Standard in Autos gehören.

Publiziert am 30.11.2016 | Aktualisiert am 30.11.2016
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11 Kommentare
  • Susan  Köhli , via Facebook 30.11.2016
    Wenn schon wenigstens die Presse aufhören würde, Bilder die von "Leserreportern" währen der Fahrt geschossen warden, zu belohnen!
  • Herbert  Huber aus Münchwilen TG
    30.11.2016
    Wann endlich wird, wenn man erwischt wird beim Telefonieren wärend der Fahrt, die Busse auf min. Fr. 1000.- gesetzt. Auch sollte dies vermehrt kontrolliert werden. Es kann nichts, aber auch gar nichts so pressieren, das man nicht anhalten kann, zum telefonieren !!!!!
  • Walter  Nef aus Niederweningen
    30.11.2016
    Dabei ist es einfach:
    sobald der Motor läuft und in Bewegung ist ,kann ein Störsender die Handyverbindung unterbrechender ,aber eben lieber andere blöde Vorschriften der EU übernehmen.
  • Marco  Goby 30.11.2016
    Leider ist das Bedienen des Handys im Strassenverkehr (trotz Verbot!) eine alltägliche Erscheinung, sei dies zum telefonieren oder aber auch zum simsen! Konzentration auf die Strasse dabei ein Fremdwort!
    Zudem beschränkt sich dieses Vergehen leider nicht nur auf Autofahrer, denn nur allzu oft habe ich auch schon Velofahrer (!) beobachtet, die mit beiden Händen auf der Tastatur Ihres Handys herumgetippt haben!
  • Reto  Müller 30.11.2016
    Ja genau ich sehe andauernd Autofahrer die während dem Fahren aufs Handy schauen oder sogar tippen. Da werden viel zu wenig Kontrollen gemacht. Das sollten sich auch mal die hinter die Ohren schreiben, welche mehr Kontrollen bei den Radfahrern fordern - es wird allgemein zu wenig kontrolliert und die Verkehrssitten verfallen!
    • Bruno  Winkler 30.11.2016
      @Reto Müller. Was nützen Ihnen Kontrollen, wenn die AutofahrerInnen vom Gericht frei gesprochen werden, weil die Polizei zu wenig lang gesehen hat (gemäss Richter), dass jemand am Telefon war (wie gehabt)!